Abdoulaye Samaké

ASSOZIIERTER DOKTORAND

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Abdoulaye Samaké studierte Germanistik an der Université de Bamako (Mali) und besuchte danach die École Normale Supérieure de Bamako (ENSup Bamako). Anschließend nahm er 2012 an dem Erasmus-Mundus-Masterprogramm GLITEMA (German Literature in the European Middle Ages) teil. Im Rahmen dieses Programms studierte er an den Universitäten Porto (Portugal), Palermo (Italien), Bremen (Deutschland) und Ljubljana (Slowenien) und erlangte 2014 einen Double Degree (Porto-Palermo).

 

Seit September 2015 ist er als assoziierter Doktorand am Graduiertenkolleg »Europäische Traumkulturen« beteiligt und seit Februar 2018 Wissenschaftlicher Assistent am Département d´Études Germaniques an der Université des Lettres et des Sciences Humaines de Bamako (Mali).

  • Komparatistische Mediävistik
  • Gender Studies
  • Artus-, Minne-, Abenteuer-, und Antikenromane
  • Literaturtheorien
  • höfische Lyrik

 

Liebesträume in der deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Erzählliteratur des 12. bis 15. Jahrhunderts

 

In der europäischen mittelalterlichen Erzählliteratur zeigt sich die Traumthematik als eine beliebte durch die mannigfaltige Verwendung des Motivs. Ausgehend von diesem facettenreichen Umgang mit dem Traummotiv untersucht das Dissertationsprojekt Erzähltexte zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert, in denen das Motiv des Traums mit der Liebesthematik in Verbindung gebracht wird. Zum einen werden Texte berücksichtigt, in denen die Liebe durch den Traum ausgelöst wird. Zum anderen sind Texte zu analysieren, in denen der Traum durch die Minne ausgelöst wird. Dies bedeutet, dass die Liebesbeziehung vor dem Traumerlebnis fortbestand und der Traum auf diese Liebe zurückzuführen ist. Darüber hinaus gehören Texte zum Korpus, in denen die Erotik in Aussicht gestellt wird: Entweder sind diese erotischen Träume durch die Erzählerinstanz in die Erzählung eingebettet oder sie werden von textinternen Figuren manipuliert bzw. provoziert.

 

Mit Blick auf die genannten Aspekte geht die Arbeit unter anderen folgenden Kernfragen nach: Wie wird in den drei Literatursprachen mit dem Motiv des Liebestraums umgegangen? Welche Funktionen erfüllen die Liebesträume in den einzelnen Literatursprachen im Allgemeinen und in den einzelnen Texten insbesondere? Welche Genderrollen übernimmt das jeweilige Geschlecht bei der Traumdarstellung und -auslegung? In welchem Verhältnis stehen die mittelalterlichen literarischen (Liebes)Träume zu den zeitgenössischen theologischen und philosophischen Traumdiskursen?

 

Ziel der Dissertation ist es zunächst, anhand ausgewählter Texte Traumdarstellungen in der deutschen, französischen und italienischen Erzählliteratur des 12. bis 15. Jahrhunderts miteinander zu vergleichen. Hierbei fokussiert sich der Vergleich auf die Verbindung von der Minne- und Traumthematik. In zweiter Linie zielt die Arbeit darauf ab, die Funktionen der (Liebes)Träume in den jeweiligen Texten näher zu beleuchten. Des Weiteren verfolgt die Arbeit das Ziel, den Verhaltenskodex weiblicher und männlicher Protagonisten näher zu erläutern, was die (Liebes)Träume anbelangt.

 

Da der Traum sich kulturübergreifend als anthropologisches Grundphänomen zeigt, bedient sich die Arbeit neben dem grundlegenden hermeneutischen Ansatz der Methode der historischen Anthropologie, der Gender Studies und nicht zuletzt der Methode des Vergleichs.

 

 

 
Rezension

Brown, Cynthia J. und Legaré, Anne-Marie (Hrsg.): Les Femmes, la culture et les arts en Europe entre Moyen Âge et Renaissance / Women, Art and Culture in Medieval and Early Renaissance Europe (= Texte, Codex & Contexte 19). Turnhout: Brepols 2016. 24cm, VII + 560 S. In: Bulletin Codicologique 348, 2 (2016).

 

 
Mai 2018

Vortrag im Rahmen des Kolloquiums »Germanistische Mediävistik« an der Universität des Saarlandes (Saarbrücken); Vortragstitel: ›Minneerfüllung im Traum‹. Zum Motiv des erotischen Traums in der deutsch-, französisch- und italienischsprachigen Erzählliteratur des Mittelalters

 

 
Oktober 2017

Vortrag im Rahmen des 4. Workshops des Graduiertenkollegs »Europäische Traumkulturen« vom 17. bis 18. Oktober 2017 an der Universität des Saarlandes: (T)Räume. Traumdarstellungen im Traum; Vortragstitel: Der Löwentraum der Iseut in der altfranzösischen Tristanversion von Béroul

 

Februar 2017

Vortrag im Rahmen des Kolloquiums ›Germanistische Mediävistik‹ an der Universität des Saarlandes (Saarbrücken); Vortragstitel: ›von mir wirt genomen / nimer man, des muoz ich jehen, / wan den ich hînaht hân gesehen.‹ (Lanzelet, V. 4246-4248): Der Traum der Iblis im Lanzelet Ulrichs von Zatzikhoven.

 
2011—2012

Deutsch als Zweitfremdsprache an malischen Gymnasien

 
Stipendien
  • seit Oktober 2015: DAAD-Promotionsstipendium (wahrgenommen an der Universität des Saarlandes)
  • 01.04.-30.09.2015: Stipendium der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (wahrgenommen an der Georg-August-Universität Göttingen)
  • November 2014: Niedersachsen-Stipendium (wahrgenommen an der Georg-August-Universität Göttingen)

  • 01.09.2012-31.07.2014: Erasmus-Mundus-Masterstipendium (Teilnahme am GLITEMA-Programm an: Universidade do Porto, Università degli Studi di Palermo und Universität Bremen)

  • 01.04.-30.09.2010: DAAD-Forschungsstipendium (Vorbereitung der Magisterarbeit an der Leibniz-Universität Hannover)

  • 01.04.-26.09.2009: DAAD-Sommerkursstipendium (Teilnahme am Intensivkurs Deutsch als Fremdsprache am Institut für Internationale Kommunikation - IKK Düsseldorf)

 

Forschungsaufenthalt

27.05. – 01.06.2018: Forschungsaufenthalt am Centre de recherche ›Textes et Cultures‹ der Université d´Artois (Arras- Frankreich); Gastprofessorin: Mireille Demaules, Traumforscherin und Professorin für französische Sprache und Literatur des Mittelalters

 
Mitgliedschaften
  • seit 2008: Mitglied des Deutsch-Malischen Kulturkreises (CCGM)
  • seit 2017: Mitglied des Mediävistenverbandes e.V.
  • seit 2018: Mitglied des Deutschen Romanistenverbandes e.V.

 

Abdoulaye Samake hat eine Tochter.