Nicole Häffner

DOKTORANDIN

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Nicole Häffner studierte an der Universität des Saarlandes Spanisch, Französisch und Latein. Ihr Studium schloss sie 2016 mit dem Ersten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen ab. Im Rahmen ihres Studiums absolvierte sie Auslandsaufenthalte in Spanien, Bolivien und Belgien. Zwischen April 2017  und März 2018 war sie assoziierte Doktorandin. Seit April 2018 ist Nicole Häffner Doktorandin im Graduiertenkolleg »Europäische Traumkulturen« mit einem Promotionsprojekt zum Thema Traum und Reise in der lateinamerikanischen Literatur in Wechselbeziehung mit dem »alten« Kontinent Europa.

    • Traumhaftes Erzählen in Literatur und Film
    • Reiseliteratur, Reiseberichte, das Motiv der Reise in Romanen
    • Interkulturalität, besonders Europa und Lateinamerika
    • Magischer Realismus, fantastische Literatur
    • Zeit und Raum in fiktionaler Literatur Rezeption von antiker Stoffen und Mythologie, schwerpunktmäßig in Werken romanischer Sprachen

     

     

    Das Motiv der Reise in traumhaften Darstellungen der lateinamerikanischen Literatur in Wechselbeziehung mit dem »alten« Kontinent Europa – eine transkulturelle Studie der Kombination zweier universal menschlicher Phänomene

     

    »Jetzt bin ich mir sicher, dass ich die Reise zur Gottheit erlebt hatte und dass, auch im Falle, dass mein Körper das Zimmer der Blinden nicht verlassen hatte, meine Seele wirklich diese unglaubliche Region durchlaufen hatte.« (Ernesto Sabato: Sobre héroes y tumbas, Übers. N.H.)

     

    Im Falle des beschwerlichen und grauenhaften Weges, welchen der Protagonist in Sabatos Roman in einem Alptraum oder einer Art Vision zurücklegt, findet sich eine interessante Spielart der Kombination zweier Phänomene, die die Menschheit von jeher beschäftigte. Es werden Elemente des Träumens deutlich, wie etwa das intensive Erleben und auch das Integrieren äußerer Impulse in das Traumgeschehen (in Form eines Lichtes). In diesem Sinne soll narrative Literatur im geplanten Dissertationsprojekt als Ausdruck und Modell eines kulturell und historisch gebundenen Wissens in bestimmten Epochen und Gesellschaften gesehen werden. Der Erkenntniswert der literatur- und kulturwissenschaftlichen Analyse liegt also sowohl im ästhetischen als auch im wissenspoetischen Bereich. Der Schwerpunkt wird auf der argentinischen Literatur liegen. Gemäß der Vielfalt an traumartigen Zuständen in der Literatur soll ein erweiterter Traumbegriff angewandt werden. Angelehnt an Stefanie Kreuzer (2014) soll dabei zwischen folgenden drei Kategorien unterschieden werden:

     

    1. Markierte Traumdarstellungen

     

    2. Unsichere Traumdarstellungen

     

    3. Autonome bzw. unmarkierte Traumdarstellungen.

     

    Damit im Einklang bietet sich als methodologisch-theoretische Basis auch Kreuzers (2014) Merkmalkatalog traumhaften Erzählens an. Die transliterarischen und transkulturellen Zusammenhänge zwischen der »alten« und der »neuen« Welt zeigen sich deutlich im Motiv der Reise. Aspekte dieses Motivs können sein: die Konfrontation mit einer Andersartigkeit, die Transformation, die das reisende Individuum evtl. durchläuft, evtl. die Kritik am Eurozentrismus, verschiedene Motivationen und Ziele für Reise und literarisches Schreiben in diesem Kontext, Kategorien von Reisenden, das Fortleben des homerischen Werkes als erste Referenz der Reiseliteratur der europäischen Kultur sowie der Einfluss der eigenen Kultur, der Globalisierung und der modernen Technologien auf Reisen. Für eine Typologie ergeben sich etwa Kategorien wie die historisch-kulturell-gesellschaftliche Reise, mythologische Reisen mit traumartigen Elementen oder etwa Utopien ferner Orte, Vermischung mit der Realität und universelle Reflexion.

     

    Die Entdeckung des Traums als ästhetisches Phänomen ist ein neuzeitliches Phänomen, welches erst mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts von Autoren umfassend literarisch ausgestaltet wird. So soll der Schwerpunkt des Projektes auf Werken der 1960er bis 80er Jahre (Boom) und im Vergleich dazu auf Werken von 2000 bis 2016 liegen. So kann untersucht werden, ob und inwiefern onirisches Schreiben, die Kombination mit dem Motiv der Reise und die Bezüge zum »alten« Kontinent Europa – zwischen zivilisatorischem Vorbild und radikaler Abgrenzung – weiterhin in der Literatur existieren.

     

     
     
    seit WiSe 2016/17

    externe Lehrbeauftragte für Französisch an der Universität Trier am Standort Birkenfeld (Umwelt-Campus)

     

    2016

    Lehrtätigkeit im Rahmen von 4-wöchigen Latein-Intensivkursen zum Erwerb des Latinums, Agentur Academia Linguae, Berlin

     

    2015

    Lehrtätigkeit im Rahmen von 4-wöchigen Latein-Intensivkursen zum Erwerb des Latinums, Agentur Academia Linguae, Stuttgart

     

    2014

    Lehrtätigkeit im Rahmen von 4-wöchigen Latein-Intensivkursen zum Erwerb des Latinums, Agentur Academia Linguae, Passau

     

    2012

    Lehrtätigkeit im Rahmen von 4-wöchigen Latein-Intensivkursen zum Erwerb des Latinums, Agentur Academia Linguae, Berlin