Josefine Hoffmann

DOKTORANDIN

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Josefine Hoffmann erwarb an der Hochschule für Musik Detmold zwei Diplome in den Fächern Musikpädagogik für Klassische Gitarre mit dem Nebenfach Gesang und Allgemeine Musikerziehung (AME) mit dem Nebenfach Klavier. Parallel zu ihrer Hochschulausbildung studierte sie an der Universität Paderborn Musikwissenschaft mit den Nebenfächern Neuere deutsche Literatur und Neuere und Neueste Geschichte und schloss das Studium als Magistra Artium ab.

 

Seit April 2018 ist Josefine Hoffmann Doktorandin im Graduiertenkolleg »Europäische Traumkulturen« und erforscht für ihre Dissersation den Traum im Madrigal der Frühen Neuzeit.

 

 

    • Der Traum in der Vokalmusik der Frühen Neuzeit
    • Opernlibretti, ihre Umarbeitung und Übersetzung
    • volkstümliche Musik Sardiniens
    • Musiktheorie und Gehörbildung und ihre Vermittlung
    • Geschichte und Spieltechniken der Gitarre im Flamenco
    • Songs, Musicals und Porgy and Bess von George und Ira Gershwin

     

     

    Der Traum im Madrigal der Frühen Neuzeit

     

     

    Der Terminus Madrigal bezeichnet einerseits eine lyrisch musikalische Gattung des 14. Jahrhunderts, anderseits die prominenteste Vokalgattung des 16. Jahrhunderts. Es handelt sich um diejenige Vokalmusik, die durch den um 1500 von Ottaviano dei Petrucci erfundenen Notendruck in ganz Europa Verbreitung fand und somit Teil der ersten Medienrevolution ist.

     

    Das musikalische Madrigal des 16. Jahrhunderts ist prädestiniert für die Vertonung traumbezogener Lyrik, weil viele Werke im Text explizit Traumvokabular enthalten. Daher sind jeweils der Traumthematik angepasste musikalische Umsetzungen anzunehmen und es werden die charakteristischen musikalischen Traumtopoi untersucht, mit denen die Komponisten verschiedene Traumtypen, wie Liebes oder Alpträume, musikalisch umsetzen. Folgende Arbeitsschritte sind notwendig:

     

    • Katalogisierung überlieferter Madrigale mit Traumthematik
    • Edition bisher nicht erschlossener Werke für Aufführung und Forschung
    • Kategorisierung verschiedener Traumtypen in der vertonten Lyrik
    • Analyse der Madrigale zur Ermittlung spezifischer musikalischer Traumtopoi

     

    Für das Erfassen von Vertonungen der Lyrik mit Traumbezug ist die Durchsicht der Werke von Dichtern verschiedener Epochen notwendig. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts bevorzugten die Komponisten zunächst Texte von Petrarca, Boccaccio und deren Zeitgenossen. Erst ab der Mitte des 16. Jahrhunderts wurden auch die Werke zeitgenössischer Dichter vertont.

     

    Darüber hinaus sind überlieferte Madrigale mit Traumbezug im Incipit in verschiedenen Quellenkatalogen zu finden, wie etwa dem bisher nicht abgeschlossenen, online verfügbaren Répertoire International des Sources Musicales oder den älteren, gedruckten Katalogen von Harry Lincoln oder Emil Vogel. Zudem sind diverse Editionsreihen zu sichten, da nicht alle edierten Werke in den Katalogen auftauchen. Die Madrigale sind in gedruckten Sammlungen von Stimmbuchsätzen überliefert, daher müssen die ermittelten, bisher nicht edierten Werke zunächst spartiert – mittels Notensatzprogramm in moderne Partituranordnung übertragen – werden, um sie für eine Analyse verfügbar zu machen.

     

    Ziele des Projektes sind die Edition bisher nicht verfügbarer Werke für die musikhistorische Erforschung, die Erstellung eines Katalogs mit Madrigalen, die Traumbezüge aufweisen sowie deren detaillierte musikalische und textliche Analyse hinsichtlich verschiedener musikalischer Traumtopoi. Weiterhin ist nach dem europäischen Gattungstransfer und der Rezeptionsgeschichte des Madrigals zu fragen. Hierbei werden sowohl zeitgenössische musiktheoretische Traktate als auch die relevante Quellen zum Traumwissen der Frühen Neuzeit berücksichtigt, um die Madrigale samt ihrer Textvorlagen im Traumdiskurs zu verorten.

     

     

     

     

     

     

    Seit dem Wintersemester 2016/2017 ist Josefine Hoffmann Lehrbeauftragte für Musiktheorie an der Universität des Saarlandes.

     

    SoSe 2018

    »Tutorium Gehörbildung, Harmonielehre, Kontrapunkt II«

     

    WiSe 2017/2018

    »Grundlagen des Komponierens und Hörens II«

    »Tutorium Gehörbildung, Harmonielehre, Kontrapunkt I«

     

    SoSe 2017

    »Grundlagen des Komponierens und Hörens I«

    »Tutorium Gehörbildung, Harmonielehre, Kontrapunkt II«

     

    WiSe 2016/2017

    »Tutorium Gehörbildung, Harmonilehre, Kontrapunkt I«

     

     
    Seit Mai 2018

    Freie Mitarbeiterin für die Saarbrücker Zeitung