GastwissenschaftlerInnen

 

Das Graduiertenkolleg »Europäische Traumkulturen« bietet durch ein integriertes GastwissenschaftlerInnenprogramm den KollegiatInnen die Möglichkeit, gemeinsam mit international renommiertesten TraumwissenschaftlerInnen, die auch über Fellowships in das Kolleg integriert werden, ästhetische Traumdarstellungen im Rahmen eines strukturierten Forschungs- und Qualifizierungsprogramms in kulturpoetischer, interdisziplinärer, intermedialer und europäisch vergleichender Perspektive zu erforschen. Damit werden Internationalität, Interdisziplinarität und Exzellenz des Graduiertenkollegs gewährleistet.

 

Pro Studienjahr wird ein von den KollegiatInnen und den AntragstellerInnen gemeinsam ausgewählter auswärtiger Fellow für zwei bis drei Monate zur kollegspezifischen Mitarbeit an die Universität des Saarlandes eingeladen. Zudem sind im Förderzeitraum vier Kurzzeit-­Gastdozenturen für die Dauer von jeweils zwei Wochen vorgesehen.

Mercator-Fellow 2018

 

Dr. Claude Fretz

 

 

Dr. Claude Fretz ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der School of Arts, English and Languages an der Queen’s University Belfast. Vom 15. November bis 15. Dezember 2018 wird er als Mercator-Fellow im Rahmen einer Gastprofessur an der Universität des Saarlandes tätig sein. Dem Kolleg steht mit dem jungen Nachwuchswissenschaftler  ein Fellow zur Verfügung, der eine Vertiefung der anglistischen Perspektive auf die Traumästhetik der Shakespeare-Zeit ermöglicht. Er hat zudem diverse Aufsätze über Shakespeares Darstellungen von Träumen und Schlafen veröffentlicht und arbeitet momentan in dem AHRC-finanzierten, interdisziplinär und international ausgerichteten Projekt ‘Performing Restoration Shakespeare’ mit verschiedenen KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen zusammen, um herauszufinden, warum die Adaptionen von Shakespeare in seiner eigenen Epoche so erfolgreich waren und weshalb diese auch noch heute so nachgefragt sind.

 

In seinen geplanten Vorträgen zu »Dreams in Shakespeare« an der Universität Trier und an der Universität des Saarlandes wird er näher auf seine in Vorbereitung befindliche Monografie Dreams, Sleep, and Shakespeare's Genres eingehen. Zudem führt Dr. Fretz vom 22. bis 23. November 2018 für die KollegiatInnen einen vertiefenden Workshop zum selben Thema durch.

Weitere Informationen zu den Forschungsaktivitäten von Dr. Claude Fretz finden Sie hier.

 

 

Kurzzeit-Gastdozentur 2018

 

Prof. em. Dr. Renate Lachmann

 

Prof. em. Dr. Renate Lachmann wird vom 2. Juli bis 13. Juli 2018 die Kurzzeit-Gastdozentur des Graduiertenkollegs »Europäische Traumkulturen« übernehmen.  Sie ist Emerita der Universität Konstanz im Fachgebiet Slavische Literaturen und allgemeine Literaturwissenschaft.

 

Ihre Forschungsgebiete umfassen Rhetorik (Zerstörung der Schönen Rede, 1997), Memoria (Gedächtnis und Literatur. Intertextualität in der russischen Moderne, 1980)), Phantastik (Erzählte Phantastik. Zu Phantasiegeschichte und Semantik phantastischer Texte, 2002) und z.Zt. Poetik der Lagerliteratur. Prof. em. Dr. Lachmann ist Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Academia Europaea. Sie hatte Gastprofessuren in Yale, Chicago, Irvine, Jerusalem, Prag, Stockholm, Moskau inne.

 

Während ihrer Kurzzeit-Gastdozentur bietet Sie für die KollegiatInnen des Graduiertenkollegs vom 5. bis 6. Juli 2018 einen Workshop zum Thema »Vorfreudianische Traumkonzepte und ihre literarische Umsetzung« an. Ihr öffentlicher Vortrag am 10. Juli 2017 um 18 Uhr im Rahmen der Ringvorlesung »Europäische Traumkulturen. Theorien, Methoden, Analysen« behandelt das Thema »Struktur und Semantik des Traums in literarischen Texten«.

 

 

 

Kurzzeit-Gastdozentur 2017

 

Dr. Mireille Berton

 

Dr. Mireille Berton ist Senior Lecturer am Institut für Filmgeschichte und Ästhetik der Université de Lausanne und wird vom 20. November bis 1. Dezember 2017 an der Universität des Saarlandes die Kurzzeit-Gastdozentur des Graduiertenkollegs übernehmen. Am Graduiertenkolleg bietet sie einen Workshop zum Thema »Dream and Cinema« an. Ihre Forschungsinteressen umfassen die Beziehung zwischen Kino und »Geistes«wissenschaften, zwischen Medientechnologien und dem Imaginären sowie die Kulturgeschichte des Zuschauens. Aktuell forscht sie zu Spiritismus-Repräsentationen im Film und in TV- Serien und ist Mitglied im DFG-Netzwerk »Das nächtliche Selbst«.

 

Mehr Informationen zu Mireille Berton erhalten Sie hier.

Mercator-Fellow 2017

 

Prof. Dr. Leah Kinberg

 

Prof. Dr. Leah Kinberg wird vom 1. Mai bis 30. Juni 2017 als Gastprofessorin im Graduiertenkolleg »Europäische Traumkulturen« tätig sein und für die KollegiatInnen einen Workshop zum Thema »Dreams in Islam« anbieten.

 

Sie hat Bibelwissenschaft, Arabische Sprache und Literatur sowie Islamwissenschaft an der Hebrew University in Jerusalem studiert und wurde an der University of Michigan promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf Träumen und Traumdeutung im Islam sowie auf Träumen in der arabisch-islamischen Kultur, vor allem in der mittelalterlichen und der zeitgenössischen Literatur, in der Koran-Auslegung sowie im Bereich Islam und Gender.

 

Leah Kinberg lehrt am Institut für Geschichte des Mittleren Ostens und Afrikastudien an der Universität in Tel Aviv und war Gastprofessorin an den Universitäten Calgary (Calgary, Canada), New South Wails (Sydney, Australia), Simon Frazer  (Vancouver, Canada) und Wake Forest (Winston Salem, NC, USA).   

 

 

Kurzzeit-Gastdozentur 2016

 

apl. Prof. Dr. Michael Schredl

 

Prof. Dr. Michael Schredl (Psychologie) wird vom 14. November bis 25. November 2016 an der UdS die Kurzzeitgastdozentur des Graduiertenkollegs übernehmen. Er arbeitet seit 1990 im Bereich der Traumforschung und ist seit 2002 wissenschaftlicher Leiter des Schlaflabors am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim.

 

Seine Forschungsschwerpunkte sind Traumerinnerung, Einfluss von Wachleben auf Trauminhalte, Effekt von Träumen auf das Wachleben, Alpträume und Klarträume. Er lehrt als außerplanmäßiger Professor an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Mannheim. Zudem ist er Mitherausgeber der open access Zeitschrift »International Journal of Dream Research«.

 

Im Rahmen der Kurzzeitgastdozentur bietet Michael Schredl am 22. und 23. November 2016 einen Workshop für die KollegiatInnen des Graduiertenkollegs zum Thema »Empirische Traumforschung« an, in dem es eine Einführung in die aktuelle psychologische Traumforschung geben wird.

Zudem ist für den 3. November 2016 eine Exkursion der KollegiatInnen in das Schlaflabor des Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim geplant.

 

 

Mercator-Fellow 2016

 

Prof. Dr. Deirdre Barrett

 

Prof. Dr. Deirdre Barrett (Psychologie) von der Harvard Medical School konnte als Mercator-Fellow für das Graduiertenkolleg »Europäische Traumkulturen« gewonnen werden. Sie war vom 23. April bis 23. Juni 2016 an der UdS als Gastprofessorin in unterschiedliche Aktivitäten des Kollegs eingebunden. Prof. Dr. Barrett hat sich unter anderem aus psychologischer Sicht mit Trauma und Träumen, posttraumatischen Alpträumen, zum Grad der Luzidität in luziden Träumen, zur Trauminkubation als Problemlösungsstrategie sowie zum Potenzial von Träumen als kreativer Problemlösungsmethode auseinandergesetzt. Dr. Barrett hielt unter anderem während ihres Aufenthaltes an der UdS einen zweitägigen Workshop für die KollegiatInnen zum Thema »Dreams and the Creative Process« ab und referierte in einem öffentlichen Abendvortrag am 12. Mai 2016 zu dem Phänomen »Sleep-talking«.

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Mercator-Fellow 2015

 

Dr. Witalij Morosow

 

Vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2015 war Dr. Witalij Morosow Mercator-Fellow im Graduiertenkolleg »Europäische Traumkulturen«. Seine Forschungen zum Traum beinhalteten die Untersuchung von Funktionen der alchemistischen Träume in den Schriften von Autoren, die die Probleme der Thematisierung des alchemistischen Symbolismus und seiner Bedeutung für die Geistesgeschichte betreffen. Dr. Morosow widmete sich der Frage, welche Rolle die Untersuchung der Funktionen der Träume in der Alchemie für die Hermeneutik des alchemistischen Schrifttums spielen kann und welche Perspektive die Rezeptionen der Träume in der alchemistischen Literatur für die modernen interdisziplinären Debatten über das Wesen der rätselhaften Kunst der Alchemie eröffnen können. Dabei berücksichtigte er unter anderem die aktuelle Resonanz in zeitgenössischen Untersuchungen und Debatten zu den Dimensionen des alchemistischen Symbolismus und der Frage nach den Funktionen von Träumen.

 

Erkenntnisse seiner Forschungen präsentierte der Mercator-Fellow in seinem Vortrag »Die Funktionen der Hermeneutik in alchemistischen Traktaten und die Grenzen der Hermeneutik«, der am 15. Dezember 2015 an der Universität des Saarlandes stattfand. → mehr...