Elena Chiara Treiber

DOKTORANDIN

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Elena Chiara Treiber studierte im Bachelor Historisch orientierte Kulturwissenschaften sowie Bildwissenschaften der Künste an der Universität des Saarlandes. Den Master für Kunstgeschichte und Museologie an der École du Louvre (Paris) und der Universität Heidelberg schloss sie 2020 mit einer Masterarbeit zu Horst Bredekamps Bildakt-Ansatz ab. Nach dem Studium arbeitete sie als wissenschaftliche Volontärin am Saarlandmuseum der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz.

 

Seit April 2021 ist Elena Chiara Treiber als Doktorandin im Graduiertenkolleg »Europäische Traumkulturen« mit einem Promotionsprojekt zum Thema der traum- und traumahaften Ästhetik der Flucht und Migration in Werken zeitgenössischer Kunst angestellt.

 

  • Handlungstheorien des Bildes, insbesondere Ansätze des Wahrnehmungs- und Handlungsgeschehens zwischen Bild und Betrachter*in
  • Traumdarstellungen in den bildenden Künsten, vor allem des 20. und 21. Jahrhunderts
  • Flucht-, Exil- und Migrationsforschung
  • Deutsch-französischer Kunsttransfer der 1920/30er Jahre
  • Museologie

 

 

Hoffnungs- und Sehnsuchtsorte im Spiegel von Flucht und Migration. Aktuelle künstlerische Positionen zwischen Wunsch- und Alptraum

 

Vermehrte Flucht- und Migrationsbewegungen gelten als eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Auch Künstler*innen beschäftigen sich mit der eigenen Flucht und Migration und versuchen, dem Erlebten Ausdruck zu verleihen. Ursachen, Verlauf und Ankunft sind oftmals mit einer Vielzahl traumatisierender Erfahrungen verbunden und können den Ausgangspunkt für die künstlerische Beschäftigung mit dem Erlebten bilden (Dogramaci 2013). Hierbei kann eine (alp-)traumhafte Ästhetik der künstlerischen Artikulation als Darstellungsform des Traumatischen dienen.

Das Dissertationsprojekt untersucht aktuelle künstlerische Arbeiten von Künstler*innen mit Flucht- oder Migrationserfahrung und legt den Fokus auf das Spannungsfeld zwischen Traum und Trauma. Flucht und Migration können in vielfacher Hinsicht traumatisch sein. Nicht selten greifen Träume von Menschen mit Migrationserfahrung die Flucht und ihre Fluchtursachen in konkreter oder abstrakter Weise erneut auf. Dabei kann sowohl die Fluchterfahrung an sich, als auch die dadurch verursachten (Alp-)Träume traumatisierend wirken. Ferner werden mit dem Zielort der Migration auch Vorstellungen, Hoffnungen und Wunschträume verbunden, die mitunter ausschlaggebend für die Entscheidung zur Flucht bzw. Migration waren. Häufig dienen in Fluchtsituationen (Tag-)Träume als Zufluchtsraum. Sie können dazu beitragen, die Widerstandskraft der Geflüchteten zu stärken und ihnen eine kurzzeitige Fluchtmöglichkeit aus der sie umgebenden Wirklichkeit zu bieten (Barboza 2016).

Es wird untersucht, ob es eine spezifische künstlerische Ästhetik sowohl des Traum- als auch des Traumahaften von Flucht und Migration gibt. Dabei werden Fragen nach der Migration und dem Traum(a) als Movens künstlerischer Produktion und der Unterscheidbarkeit künstlerischer Traum(a)-Arbeiten von »authentischen« Traumerfahrungen gestellt. Was bedeutet ferner die transkulturelle Dimension der Flucht und Migration für europäische Traumkulturen und aus welcher Perspektive und Erfahrung von Traumkultur sind die künstlerischen Positionen formuliert? Zudem wird der Ästhetik des Traums und Traumas in der kuratorischen Praxis und szenografischen Präsentation der Werke nachgegangen.

  • Das Bild als Subjekt? Eine Zusammenfassung der Kritik an Horst Bredekamps Theorie des Bildakts. In: IMAGE. Zeitschrift für interdisziplinäre Bildwissenschaft 32/2020. S. 5-15. http://www.gib.uni-tuebingen.de/image (28. Jun. 2021).
  • Les années parisiennes d’Arno Breker (1900–1991). In: Le Carnet de la BK (1. Dez. 2020). https://carnetbk.hypotheses.org/3627 (28. Jun. 2021).

Dezember 2019

Vortrag auf dem Kolloquium Bildhandeln der Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft e.V. an der Universität Tübingen; Vortragstitel: »Das Bild als Subjekt – Horst Bredekamps Bildakt zwischen Anwendung, Kritik und Weiterentwicklung«

 

Mai 2015

Vortrag auf dem 88. Kunsthistorischen Studierendenkongress (KSK) in Trier; Vortragstitel: »Das Traummotiv im Werk von Max Beckmann. Der graphische Zyklus Day and Dream (1946)«

SoSe 2015 bis WiSe 2016/2017

Tutorium »Einführung in die Methodik & Architektonische Formenlehre« am Institut für Kunstgeschichte, Universität des Saarlandes

 
  • Juni 2021: Preisträgerin des Willibald-Sauerländer-Preis des Zentralinstituts (ZI) für Kunstgeschichte, München
  • 2017/2018: Stipendium der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH)
  • seit 2019: Mitglied der Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft e.V.
  • seit 2017: Mitglied ICOM Deutschland e.V.