Die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Wissenschaft und die Förderung eines familienfreundlichen Umfeldes ist dem Graduiertenkolleg »Europäische Traumkulturen« sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ein wichtiges Anliegen.

Trotz Bundesgleichstellungsgesetz und der Vereinbarung der Bundesregierung mit der Privatwirtschaft zur Chancengleichheit ist nach wie vor eine Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst festzustellen (siehe Studien der Europäischen Kommission, des Statistischen Bundesamtes, des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, der Hans-Böckler-Stiftung und der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Geschlechterverteilung in Führungspositionen).

Frauen haben auch in Spitzenpositionen in der Wissenschaft gerade mal einen Anteil von 22 Prozent, wenngleich mit steigender Tendenz. So lag der Professorinnenanteil in der Professorenschaft 2018 bei 24,7 % (vgl. de.statista.com/statistik/daten/studie/160367/umfrage/frauenanteil-in-der-professorenschaft-in-deutschland/). Zudem haben Wissenschaftlerinnen auf allen Stufen der Karriereleiter deutlich schlechtere Chancen auf eine unbefristete Stelle als die männlichen Kollegen. Trotz aller Maßnahmen, die bisher angestrebt wurden, ist immer noch Handlungsbedarf erforderlich, um Frauen insbesondere in Führungs- und Verantwortungspositionen deutlich sichtbarer zu machen (vgl. hierzu www.hrk.de/positionen/beschluss/detail/frauen-in-leitungspositionen-in-der-wissenschaft/). Diese unzureichende Beteiligung bewirkt mit Blick auf das deutsche Wissenschaftssystem ein Defizit bei Effizienz und Exzellenz. Zugleich können gerade Wissenschaft und Forschung es sich nicht leisten, auf weibliche Potentiale zu verzichten.

Daher stehen Kollegiat*innen von DFG-Graduiertenkollegs gezielt zu nutzende Angebote im Bereich der Chancengleichheit zur Verfügung.

In Zusammenarbeit mit dem Gleichstellungsbüro der Universität des Saarlandes und der Stabsstelle Chancengleichheit, der u. a. die Leitung des audit familiengerechte hochschule obliegt, werden gleichstellungsfördernde Maßnahmen im Graduiertenkolleg „Europäische Traumkulturen“, wie beispielsweise Workshops und Coachings, durchgeführt. Die Angebote richten sich an Doktorand*innen, Post-Doktorand*innen und Professor*innen.

Maßnahmen:

  • Genderbezogene Workshops
  • Einzel- und Gruppencoachings
  • Mentoring
  • Networking an der Universität
  • Karrieretage
  • Zugang zu Services des Audit-Büros der UdS 
  • Kinderbetreuung
  • Entlastung von Kollegiat*innen mit Familienpflichten
  • Flexible und familienfreundliche Arbeitseinteilung
  • Zusätzlich: Exzellenzprogramm 

Ziele:

  • Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Wissenschaft
  • Frühe Karriereförderung der Kollegiatinnen
  • Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Zu vermittelnde Kompetenzen:

  • Rhetorik und Stimme
  • Präsenz in der Wissenschaftswelt
  • Selbstmarketing
  • Training für Bewerbungs- und Berufungsverfahren
  • Drittmittelakquise
  • Führungskompetenzen
  • Konfliktmanagement
  • Universitäre Systemkompetenz
  • Durchsetzungs- und Verhandlungsstrategien
  • Stressmanagement

Ansprechpartnerinnen:

  • Koordinatorin des Graduiertenkollegs »Europäische Traumkulturen«: Dr. Elena Kreutzer elena.kreutzer@uni-saarland.de
  • Gleichstellungsbeauftragte der Universität des Saarlandes: Dr. Sybille Jung und Stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte: Estelle Klein (M. A. ) gleichstellung@uni-saarland.de

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