Dr. Rosalía Sandoval Caballero

ASSOZIIERTE POST-DOKTORANDIN

Postadresse:

Universität des Saarlandes

Campus A2 2, Raum 012.2

66123 Saarbrücken

 

E-Mail rosalia.sandoval_caballero(at)uni-saarland.de

 

 

 

Rosalía Sandoval Caballero studierte Hispanistik an der Universität Veracruz in Mexiko. Ihren Master, ebenso in Hispanistik, schloß sie an der Universität Barcelona ab und promovierte anschließend an der Universität Oviedo mit einem Forschungsthema zu La visualidad en “El sueño” de Sor Juana Inés de la Cruz. Seit November 2021 ist sie assoziierte Postdoc am Graduiertenkolleg "Europäische Traumkulturen" an der Universität des Saarlandes mit einem DAAD-Forschungsstipendium. Ihr Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Verbindung von Träumen und optischen Geräten in literarischen Texten des 17. bis 19. Jahrhunderts.

 

  • Verbindung von optischen Geräten und Literatur
  • Geschichte optischer Geräte
  • Visuelle Merkmale in der literarischen Beschreibung von Träumen
  • Kultur- und Literaturgeschichte des Traumes
  • Bild-Anthropologie
  • Intermedialität
  • Hispanische Literatur- und Kulturwissenschaften

 

Die Verbindung von Träumen und optischen Geräten zur Projektion, Erfassung und Darstellung von Bildern in literarischen Texten des 17. bis 19. Jahrhunderts

 

Geräte wie die Camera obscura, die Laterna magica, das Diorama oder die Fotokamera eignen sich aufgrund ihrer visuellen Besonderheiten sehr gut für einen Vergleich mit der Traumaktivität, die sich ebenso aus Bildern zusammensetzt. Die zu untersuchenden literarischen Werke sind in verschiedenen, für die Entwicklung von Bildträgern entscheidenden Momenten angesiedelt: Von der Blüte der Optik im 17. Jahrhundert bis zur Verfeinerung der Geräte zur Bilddarstellung im 19.Jahrhundert. So wurde im 17. Jahrhundert etwa die Camera obscura perfektioniert und die Laterna magica erfunden. Bereits im 18. Jahrhundert wurden Laterna magica-Projektionen in Wandervorführungen in verschiedenen Teilen Europas populär. Ferner markierte im 19. Jahrhundert die Entwicklung von Geräten wie dem Diorama oder der Fotokamera einen Wendepunkt, der in der Erfindung des Kinematographen Ende des 19. Jahrhunderts gipfelte. Zeitgleich spielte das Thema des Traums in der Barockzeit eine außerordentliche Rolle in der hispanischen Literatur, die das Interesse am Oneirischen der Romantik wiederbelebt. Darüberhinaus wurde in diesen Jahrhunderten die Traumforschung diverser wissenschaftlicher Disziplinen vorangetrieben. Außerdem ist zu bedenken, dass seit dem Aufkommen der perspektivischen Technik im 15. Jahrhundert die visuelle Erfahrung in der Kunst, der Literatur, der Philosophie sowie der Wissenschaft einen hohen Stellenwert einnimmt. Daher hat diese Forschung eine klare interdisziplinäre Ausrichtung, die darauf abzielt, grundlegende Aspekte des visuellen 2 Charakters von Träumen durch die Betrachtung literarischer Texte zu verstehen, wobei die historischen, künstlerischen und epistemischen Merkmale berücksichtigt werden.

 

Konkret geht es in diesem Forschungsprojekt darum, den Zusammenhang zwischen Träumen und den optischen Geräten der Bilddarstellung, den Vorläufern des Kinematographen (Camera obscura, Laterna magica, Diorama und Fotokamera) in literarischen Texten des 17. bis 19. Jahrhunderts zu analysieren. Dies könnte es uns ermöglichen, einen wichtigen Teil der Geschichte der Verbindung zwischen den von diesen Geräten erzeugten Bildern und den Traumbildern zu verstehen und über die bekannte Analogie zwischen Traum und Kino hinauszugehen. Die spezifischen Ziele dieses Vorhabens sind folgende: 1. Auswahl eines paradigmatischen Korpus, um den Zusammenhang zwischen optischen Geräten und Träumen zu analysieren. 2. Die methodischen Grundlagen der Wissenspoetik zu untersuchen. 3. Einen Überblick über das Forschungsthema geben.

 

Das Forschungsvorhaben wird sich an folgenden Schlüsselfragen orientieren: Wie wird die Funktion der genannten Geräte mit der Traumerfahrung in literarischen Texten in Verbindung gebracht? Welche visuellen Eigenschaften machen es möglich, Träume mit diesen Geräten zu vergleichen? Wie hat die Entwicklung dieser Geräte das Verständnis und die Beschreibung der visuellen Merkmale von Träumen beeinflusst? Hat die Erfindung optischer Geräte zur Darstellung, Projektion und Erfassung von Bildern zu einem besseren Verständnis von Bildern in Träumen beigetragen? Kann eine Evolution in der Traumforschung parallel zur Entwicklung dieser Geräte beobachtet werden?

 

Der erste Schritt dieses Forschungsprojekts besteht also in der Suche nach einem paradigmatischen literarischen Korpus, der Zusammenstellung einer Bibliographie europäischer Sekundärliteratur, die sich mit den technologischen Innovationen der genannten optischen Artefakte befasst und der Untersuchung der methodologischen Grundlagen und der wichtigsten ästhetischen und epistemischen Aspekte des 17. bis 19. Jahrhunderts. Im zweiten Schritt der Untersuchung wird ein Teil des gefundenen Korpus auf der Grundlage des theoretischen Rahmens der Wissenspoetik analysiert.

 

 

 

La visualidad en “El sueño” de Sor Juana Inés de la Cruz, Oviedo, Colección de Filología Hispánica, Servicio de Publicaciones, Universidad de Oviedo, 2019, 331 pp.

 

“Diferencias de la vista en las Soledades y El sueño”, La nueva novela latinoamericana sin límites, Lise Segas y Félix Terrones (coords.), América sin Nombre, núm. 24 (2020), pp. 91- 100.

 

“Reminiscencias de El sueño de Sor Juana Inés de la Cruz en la Vida de Santa Rosa de Luis Antonio de Oviedo y Herrera y algunas conexiones con Luis de Góngora”, CESXVIII, núm. 31 (2021), pp. 71-97.

 
Oktober 2016

Konferenz im Rahmen der Reihe "Conferencias del Archivo de Indianos de Colombres. Vínculos con el mundo hispanoamericano". Stiftung des Archivs der Indianer von Colombres: 28.10.2016. Vortragstitel: “Sor Juana Inés de la Cruz y el Primero sueño”. (Spanien).

 

Mai 2013

Konferenz in der Zentralbibliothek der Universität Veracruz: 28.05.2013. Vortragstitel: “La hija del aire de Pedro Calderón de la Barca y la revolución cultural de los siglos XVI-XVII”. (Mexiko).

 
07. – 30.09.2021

 

Leseworkshop zu Respuesta a Sor Filotea de la Cruz von Sor Juana Inés de la Cruz in der Bibliothek des Instituts für graphische Künste von Oaxaca (IAGO) im Rahmen der Aktivitäten des Nationalen Instituts für Schöne Künste und Literatur von Mexiko (INBAL).

 

 

20.03., 22.03., 24.03.2017

 

Seminar über das Werk von Sor Juana Inés de la Cruz im Rahmen des Kurses “Hispanoamerikanische Literatur des 16. bis 17. Jahrhunderts” im Studiengang Hispanistik der Universität Oviedo während des Studienjahres 2016/2017

 

 

09.10.2014 – 27.11.2014
 
 
 
 
April 2018 – März 2020

Stipendium für die praktische Ausbildung in der Edition historischer Texte aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Bibliothek, Dokumentation und Archivdienst des regionalen Parlaments des Fürstentums Asturien (Spanien)

 

September 2015 – Juni 2017

Promotionsstipendium im Rahmen des Erasmus-Mundus-Programms PUEDES (Partizipative Universität für wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Lateinamerika). Koordiniert von der Universität Oviedo und finanziert von der Europäischen Kommission.

 

Mai 2012 – Juli 2013

Nationales Stipendium für wissenschaftliche Hilfskräfte (CONACYT) (Mexiko)