Call for Papers: Internationale Tagung: Traum und Musiktheater nach 1800

18. - 20. September 2024 | Musikwissenschaftliches Institut | Universität Tübingen

 

Link zur PDF Version (deutsch, englisch)

 

Die Tagung

Schlaf- und Traumszenen sind seit den Anfängen der Oper im 17. Jahrhundert ein fester Bestandteil der Gattung (Stenzl 1991: 1633). Ab 1800 lassen sich jedoch epochale Veränderungen beobachten, die gleichermaßen die Gattung selbst, wie den Traumdiskurs und allgemein den westlichen Kulturraum betreffen und bis in die Gegenwart reichen (s.u.). Die Tagung will diese Veränderungen und ihre Zusammenhänge aus einer interdisziplinären Perspektive erörtern und in ihren Auswirkungen bis in das zeitgenössische Musiktheater nachverfolgen.

Erwünscht sind Beiträge aus der Musikwissenschaft, insbesondere der Opera Studies, der Librettoforschung, der Musikethnologie und allgemein der historisch und/oder ästhetisch ausgerichteten Traumforschung, die sich mit dem Wechselverhältnis zwischen Traum und Musiktheater in den letzten 200 Jahren auseinandersetzen. Ausdrücklich willkommen sind auch kulturwissenschaftliche und philosophische Perspektiven auf das Tagungsthema sowie Beiträge, die das Spannungsverhältnis von Traum und Musiktheater außerhalb des westlichen Kulturraums hinterfragen.

 

Die Rationale

Der Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert stellt einen bis heute anhaltenden Paradigmenwechsel in der europäischen Kulturgeschichte des Traums dar (Schmidt-Hannisa 2005: 177). Der Ursprungsort der Träume wurde in einen sub-rationalen Bereich im Inneren des Subjekts hineinverlagert (Engel 2010: 160) und als Stimme eines „Anderen der Vernunft“ (Böhme/Böhme 1983) gedeutet, in dem eine tieferer Wahrheit jenseits des Logos liegt. Das Traumphänomen wurde damit Teil einer Skepsis gegenüber der aufklärerischen Vernunft, die sich in der europäischen Kultur ebenfalls um 1800 abzuzeichnen begann: Die alogische Dimension des sensorischen, körperlichen oder emotionalen Erlebens wurde neu aufgewertet.

Auch der Musikdiskurs erfährt um 1800 eine tiefgreifende Wende: Die Musik wird zur „Sprache eines Unaussprechlichen“ (Hoffmann 1810: 631) und damit zum privilegierten Medium eines Anderen der Vernunft gedeutet. Seinerseits nimmt das Musiktheater auf diese Zusammenhänge durchaus Bezug. Der für die Gattung konstitutive Mangel an Realismus wird zum Anlass genommen, die Oper häufig im Bereich des Wunderbar-Traumhaften und/oder des Unbewussten zu verorten (Stollberg 2004, 2006a u. 2006b: 243–272; Rentsch 2007: 194–266). Zahlreiche Beispiele aus der musiktheatralischen Produktion der letzten 200 Jahre belegen schließlich die Kraft des Traums, anthropologische Modelle, Subjektivitätskonzepte, mediale und gattungstypologische Konventionen sowie allgemein kulturelle Koordinaten zu hinterfragen und neu auszuhandeln, von R. Wagners Werken und theoretischen Schriften bis hin zu K. Saariahos Opern wie L’amour de loin (2000), Adriana Mater (2006) oder Only the Sound Remains (2016), von C. M. v. Weber Der Freischütz (1821), V. Bellini Il pirata (1827), G. Meyerbeer Le prophète (1849) oder A. v. Zemlinskys Der Traumgörge (1906) über F. Schrekers Der ferne Klang (1911), E. W. Korngolds Die tote Stadt (1920), B. Martinůs Juliette (1938) bis hin zu S. Sciarrinos Lohengrin (1983), L. Berios Un re in ascolto (1984), E. Rautavaaras Das Sonnenhaus (1991), A. Reimanns Das Schloss (1992), G. F. Haas' Koma (2015) oder O. Neuwirths Lost Highway (2003).

 

Mögliche Ausrichtungen und Fragestellungen
  • Untersuchungen von Zusammenhängen zwischen kulturellen, traumdiskursiven und gattungsimmanenten Veränderungen in der musiktheatralischen Produktion vom 19. bis zum 21. Jahrhundert: Inwieweit lassen sich Korrespondenzen, Kontinuitäten und/oder Asynchronizitäten zwischen den drei Bereichen feststellen?
  • Spezifische Traum- und Musikpoetiken einzelner Komponisten und Librettisten und ihre Kontextualisierung in den vorherrschenden ästhetischen und kulturellen Diskursen ihrer Zeit.
  • In welchem Verhältnis steht der Traum zum Modernismus des 20. Jahrhunderts und seinen jüngsten Erscheinungen im Bereich des Musiktheaters an der Wende zum zweiten Millennium?
  • Intermediale Perspektiven: Welche Strategien und Diskurse weisen Aspekte wie Bühnenbild, Lichtregie, Kostüm etc. in Bezug auf die Traumdarstellung auf? Und welche Rolle spielen dabei neue Medien wie Film, Live-Streaming, elektronische Klang- und Bildmanipulation?
  • Interkulturelle Dynamiken: Welche gattungstypologischen und medialen Veränderungen lassen sich beobachten, wenn das Musiktheater in Kontakt mit Kulturen tritt, die das Traumphänomen anders deuten als der westliche Raum?
  • Eine Sektion wird der kürzlich verstorbenen finnischen Komponistin Kaija Saariaho gewidmet. Willkommen sind Beiträge, die die Präsenz und Funktion von Träumen in ihren musiktheatralischen Werken analysieren und kontextualisieren.

 

Formalia

Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Im Anschluss an die Tagung ist die Veröffentlichung ausgewählter Beiträge in einem Band der Reihe Tübinger Beiträge zur Musikwissenschaft (Tübingen: Tübingen University Press) vorgesehen.

 

Schicken Sie Ihren Vorschlag bitte bis zum 31.01.2024 als Exposé mit einem Umfang von maximal 3.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) in deutscher oder englischer Sprache zusammen mit einem kurzen Lebenslauf in einer einzigen Word-Datei an: mauro-fosco.bertola(at)uni- tuebingen.de.

 

Call for Papers: Internationale Abschlusstagung: Zukunftsträume

8. - 10. Februar 2024 | DFG-Graduiertenkolleg »Europäische Traumkulturen« (GRK 2021) | Universität des Saarlandes

 

Tagungskonzept: Janett Reinstädler / Hannah Steurer / Romana Weiershausen

 

Link zur PDF Version (deutsch, englisch, französisch)

 

Zukunftsträume

Seit jeher wird dem Traum eine besondere Beziehung zur Zukunft zugeschrieben. Bereits in der Antike kennt man Weissagungs- und Weisungsträume, praktiziert Rituale, um geträumte Zukunftsinkubationen hervorzubringen. Die Bibel verweist auf nächtliche Botschaften, die von Gott gesandt, aber eben auch eine List des Satans sein können. Im Glauben, dass sich in Träumen Voraussagen verbergen können, von dem bis heute unzählige mantische Bücher, Blogs, Internetseiten zeugen, verbinden sich Wünsche und Ängste bezüglich einer ungewissen Zukunft mit dem gleichfalls deutungsunsicheren Medium des Traums. Dies hat auf vielfache Weise Eingang in die Kunst gefunden: als Ausdruck einer Faszination und als mehrdimensionales Gestaltungsmittel – sei es in der Literatur, im Film, in der Musik oder bildenden Kunst –, das Imaginations- und Verhandlungsräume öffnet. Dass Träume bis ins Mittelalter als Projektionen des Kommenden verstanden werden, schlägt sich eben nicht nur in Traumdeutungsbüchern nieder, sondern auch in literarischen Texten. Auf der anderen Seite kann der Zukunftstraum in der Kunst auch ganz funktional eingesetzt sein wie im Fall einer spannungssteigernden Prolepse im Drama, deren Bewertung sich im Verlauf der Handlung von einer zukunftsungewissen Voraussage zu einer zukunftsgewissen wandelt. Die Untersuchung von Darstellungsweisen und Funktionen hat zugleich immer auch eine historische Dimension. Während in der antiken und mittelalterlichen Diskurstradition die geträumte Zukunft symbolisch Handlungen und Ereignisse vorwegnimmt, deren Eintreten in der Wachwelt nicht mehr vollständig von den Träumenden beeinflusst werden kann, sondern vor allem auf einer z.B. göttlichen Interventionsinstanz beruht, rückt ab der Frühen Neuzeit auch in Zukunftsträumen die Handlungsmacht der Träumenden in den Mittelpunkt. Onirische Vorstellungen von der Zukunft werden so auch zu Möglichkeitsräumen, in denen individuelle wie kollektive Entwürfe des Kommenden sozusagen ‚im Spiel‘ erprobt werden.

 

Das Graduiertenkolleg „Europäische Traumkulturen“ an der Universität des Saarlandes geht in sein neuntes und letztes Jahr und möchte auf seiner Abschlusstagung nicht nur zurück, sondern insbesondere nach vorne schauen und sich dem Zukunftsgehalt des Träumens in Literatur und Kunst, in Theater und Film sowie der Musik widmen.

 

Wichtig sind für uns u.a. folgende Fragen: Von welcher Zukunft handeln die künstlerischen Zukunftsträume? Sind sie utopischer oder dystopischer Natur? Sind sie als Schlafträume markiert oder handelt es sich um Zukunftsvorstellungen, die zwar traumhaft konzipiert, aber doch in der Wachwelt verankert sind? Wie sind sie mit welcher Gegenwart oder Vergangenheit verbunden? Welche Funktion nehmen sie innerhalb des jeweiligen Werks ein? Inwieweit reichen religiöse, politische oder Wissensdiskurse in die künstlerischen Zukunftsträume hinein?

 

Neben der kulturwissenschaftlichen Perspektive wird immer auch die spezifische Ästhetik der Zukunftsträume im Fokus stehen. Wir untersuchen hier das Verhältnis von onirischen Zukunftsimaginationen zu zeitgenössischen Darstellungskonventionen, zu den jeweiligen normativen Modellen von Poetiken und Gattungen, den Konventionen des ästhetischen Ausdrucks. Dabei stellt sich die Frage nach den medialen Besonderheiten in der Inszenierung von Zeit- und Zukunftserfahrungen: Der Blick in die Zukunft ist auch insofern medienspezifisch, als z.B. das sprachliche Tempussystem eines literarischen Textes einen anderen Umgang mit Zeiten ermöglicht als die zunächst einmal auf Präsenz des Dargestellten ausgelegte Leinwand eines Gemäldes. In diesem Zusammenhang sind auch Herausforderungen der Übersetzung von Zukunftsträumen – zwischen Einzelsprachen ebenso wie zwischen Medien – von Interesse.

 

Als Abschlusstagung des Graduiertenkollegs laden wir auch dazu ein, die Untersuchungen der traumhaften Ästhetiken der Zukunft mit den Schwerpunktthemen unserer vorausgegangenen Forschungsarbeiten zu verknüpfen und die Ergebnisse für die Untersuchung folgender Zusammenhänge zu nutzen: Wie gestaltet das Zukunftsträumen die Themen von Geburt und Tod, die ja von Beginn an auf eine – irdische oder jenseitige – Zukunft gerichtet sind? Welche Rolle nehmen Zukunftsvisionen im Spannungsfeld von Sinnlichkeit und Rationalität ein? Auf welche Art werden in Inspirationsträumen Ideen geformt, die eine Zukunft vorhersagen oder gestalten können? Welche literarästhetischen und motivischen Gestaltungen einer Zukunfts-Zeit lassen sich finden? Wie lässt sich über eine anthropozentrische Perspektive hinaus eine geträumte Zukunftswelt ausgehend z.B. von Tieren oder von Dingen auf der Schwelle zwischen Traum- und Wachzustand entwerfen?

 

Gemäß der interdisziplinären und intermedialen Ausrichtung des Graduiertenkollegs sind Beiträge von Wissenschaftler:innen aus den Bereichen der Kunst-, Kultur-, Theater-, Film-, Medien-, Musik- und Literaturwissenschaft sowie Geschichte, Philosophie und angrenzende Disziplinen willkommen.

 

Abstracts für einen Vortrag in deutscher, französischer oder englischer Sprache (Umfang des Abstracts max. 400 Wörter) sowie ein tabellarischer Lebenslauf mit Publikationsliste (sofern vorhanden) sind als pdf-Datei bis zum 30.06.2023 zu richten an: traumkulturen(at)uni-saarland.de

 

Tagungssprachen sind Deutsch, Französisch und Englisch. Im Anschluss an die Tagung ist die Veröffentlichung der Beiträge in einem Sammelband geplant.

 

Call for Papers: Entre Rêve et Imagination (revue Méditations Littéraires, n° 6)

La Faculté des Lettres et des Sciences Humaines-Oujda (Maroc)

 

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À la fois passionnants et complexes, le rêve et l’imagination sont deux concepts étroitement liés, partageant plusieurs dénominateurs communs. Le rêve fait référence à un état de conscience altéré qui survient pendant le sommeil, alors que l'imagination se réfère à la capacité mentale de créer des images, des sons, des idées, des concepts, ou des scénarios qui ne sont pas nécessairement liés à la réalité telle qu'elle existe dans le monde matériel. Tous deux permettent donc à l'esprit de fuir la réalité immédiate et de concevoir des mondes nouveaux, différents, et souvent extraordinaires. Ils peuvent donc être perçus comme des passages vers l'innovation et aussi la découverte de soi.

 

Le rêve et l'imagination sont des sujets fascinants qui ont été explorés dans de nombreuses disciplines. Ils sont souvent considérés comme des sources de créativité et de compréhension de soi, et sont étroitement liés à notre capacité à penser et à créer de nouvelles idées. Selon la théorie psychanalytique de S. Freud, le rêve est considéré comme une expression de l'inconscient permettant de révéler les désirs et les conflits psychologiques refoulés. « Le rêve est la satisfaction déguisée d'un désir refoulé », écrit S. Freud. Il est souvent symbolique et nécessite une interprétation pour être compris. L'imagination, quant à elle, est considérée comme un processus psychique important car elle permet la création de nouvelles représentations mentales et la résolution des conflits psychologiques. Selon M. Klein, elle « est une force créatrice qui nous permet de donner vie à nos rêves les plus fous. »

 

 

En philosophie, le rêve est souvent considéré comme une métaphore de la condition humaine. Kant décrit la vie humaine comme "un rêve éveillé" et souligne la nature illusoire de notre existence. L'imagination est également considérée comme un élément essentiel de la pensée philosophique, car elle permet de concevoir des idées abstraites et de spéculer sur des hypothèses. Elle est souvent associée à la créativité et à la capacité de penser au-delà des limites de la réalité. Des philosophes comme Kant et Sartre ont souligné l'importance de l'imagination dans la compréhension de la réalité et de la perception du monde. «L'imagination est la faculté qui nous permet de comprendre le monde, d'inventer de nouvelles choses, de créer de l'art et de trouver des solutions à des problèmes insolubles», écrit J-P Sartre.

 

Dans les formes littéraires, le rêve et l’imagination sont souvent utilisés comme des dispositifs narratifs pour créer des mondes imaginaires et des personnages fictifs. À travers les siècles, de nombreux écrivains ont exploré ces concepts dans leurs œuvres, en utilisant le rêve et l'imagination pour créer des personnages extraordinaires ou des situations fantastiques tout en exprimant des émotions profondes et en posant des questions fondamentales sur la condition humaine. De L’Iliade et l’Odyssée (VIIIe siècle av. J.-C.) jusqu’à Inception (2010) en passant par Les Mille et Une Nuits (VIIIe siècle), La Divine comédie (1321), Le songe d’une nuit d’été (1600), Les Contes de ma mère l'Oye (1697), Les Fleurs du mal (1857), Les Aventures d'Alice au pays des merveilles (1865), À la recherche du temps perdu (1913-1927), ou encore L’Écume des jours (1947).

 

En art, le rêve et l'imagination ont été une source d'inspiration pour de nombreux artistes. Le mouvement surréaliste, plus particulièrement, a cherché à explorer les rêves et l'inconscient à travers des œuvres d'art. Des artistes comme Max Ernst (La Femme 100 têtes), Salvador Dali (La Persistance de la mémoire), Yayoi Kusama (Infinity Mirrors)… ont créé des peintures et des sculptures qui représentent des mondes oniriques et fantastiques. De même au cinéma, le rêve et l'imagination ont été des thèmes récurrents depuis les débuts du 7ème art. Vertigo (1958), Blade Runner (1982), Paprika (2006), Inception (2010)… sont autant d'œuvres cinématographiques qui ont exploré ces thèmes.

 

Ce sixième numéro de Méditations Littéraires se propose d’explorer les différentes facettes des concepts "Rêve" et "Imaginaire" et leurs manifestations psychanalytiques, littéraires, philosophiques, artistiques… Sans prétendre à l'exhaustivité, nous pouvons suggérer les pistes de recherche suivantes, qui sont autant de questions auxquelles donne lieu une réflexion sur ces deux concepts :

 

Dans quelle mesure le rêve et l'imagination peuvent-ils être utilisés pour créer des œuvres de fiction qui reflètent les préoccupations de la société et les tendances culturelles? Comment les auteurs utilisent-ils le rêve et l’imagination pour explorer des thèmes universels tels que l'amour, la mort et la spiritualité? De quelle façon le rêve et l'imagination sont-ils représentés dans les textes sacrés et la mythologie religieuse? Et comment les visions et les révélations des rêves sont-elles interprétées dans différentes religions? Dans quelle mesure les expériences imaginatives peuvent-elles être considérées comme des révélations divines? Quelles sont les représentations du rêve et de l'imagination dans les différentes formes d'art, telles que la peinture, la sculpture, la photographie ou le cinéma? Et dans quelle mesure elles influencent la création artistique? etc.

 

Pour ce numéro dont la publication est prévue en fin juin 2023, les propositions d’articles – en français ou en anglais – n’excédant pas une demi-page (Times New Roman ; 12 ; simple), devront être accompagnées d’une brève notice biobibliographique de l’auteur. Elles sont à faire parvenir, au plus tard le 23 avril 2023, en un seul document Word, à l’adresse suivante : contact(at)meditationslitteraires.com

 

La rédaction communiquera les résultats de la sélection au plus tard le 25 avril 2023.

 

Après acceptation des propositions, le retour des articles complets est attendu pour le 20 juin 2023. Ceux-ci seront soumis à une double expertise anonyme (double aveugle) après validation du comité de rédaction.

 

La date prévue pour la publication électronique de ce numéro est la fin juin 2023. La version papier sera publiée, dans les Éditions Orchidées, à la mi-juillet 2023.

 

Rédacteur en chef

Khalil BABA (Professeur de l’Enseignement Supérieur HDR, Maroc)

 

Comité de rédaction

Amel FAKHFAKH (Professeur de l’Enseignement Supérieur, Tunisie)

François LE GUENNEC (Enseignant-chercheur, France)

Zsuzsa SIMONFFY (Maître de conférences HDR, Hongrie)

Catherine WEBSTER (Professeur de l’Enseignement supérieur, États-Unis d’Amérique

 

Chargée de communication web

Inès MESSAOUD (Enseignant-chercheur, France)

 

 

Call for Papers: LOGOS 2023: „Begegnungen“

6. – 8. Juli 2023 | Grenzüberschreitende Doktorand:innenschule in den Geistes- und Sozialwissenschaften | Universität Trier

 

Organisatorischer Ausschuss (Universität Trier):

 

Nele Döring

Dr. Gauri Parasher

 

Link zur deutschen und französischen PDF Version

 

Was ist LOGOS und wie kann man teilnehmen?

LOGOS ist eine Doktorand:innenschule im Rahmen der grenzüberschreitenden Kooperation der Universitäten Lüttich, Lorraine, Luxembourg, Trier, Mannheim und der Universität des Saarlandes, die sich an Doktorand:innen in den Geistes- und Sozialwissenschaften richtet.

 

Die jährlich stattfindende Tagung bietet den Teilnehmer:innen die Möglichkeit, sich über geographische und disziplinäre Grenzen hinweg auszutauschen und erste Ergebnisse ihrer Forschungen vorzustellen. Die Jahrestagung wird von zwei Vorträgen, einem auf Französisch und einem auf Deutsch, eingeleitet. Das Jahresthema wird bewusst aufgrund seines inter- und transdisziplinären Charakters gewählt und ist offen für die unterschiedlichsten Methoden und Praktiken, wobei die Verbindung zu Identitätsfragen und Interkulturalität, die LOGOS als Grundlage dienen, immer gegeben ist.

 

Alle Doktorand:innen der beteiligten Universitäten sind eingeladen, im Rahmen dieser Konferenz einen Vortrag zu halten und mitzudiskutieren.

 

Das Jahresthema 2023: „Begegnungen“

Mit dem Thema „Begegnungen“ wird der Fokus der diesjährigen Tagung bewusst offengehalten, um eine möglichst große Anschlussfähigkeit für Promovierende in unter- schiedlichen Disziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften zu bieten. Der Begriff hat vielfältige Bedeutungen und sein Mehrwert für die Doktorand:innenschule liegt in seiner methodischen und konzeptionellen Breite. Begegnungen können unter anderem ein (geselliges) Zusammenkommen und Beisammensein oder eine Versammlung umfassen. Sie können allerdings auch als Kampf, als (kriegerisches) Aufeinandertreffen oder als Auseinandersetzung verstanden werden. Begegnungen können sich zudem auf das Zusammentreffen, den Kontakt und den Austausch beziehen. In allen Fällen ist bei „Begegnungen“ nicht ausschließlich an Personen gedacht, sondern auch an Meinungen, Themen und Gegenstände. Die semiotische Fülle des Begriffs zeigt auch dessen konzeptuelle Flexibilität: eine Begegnung ist zum einen ein Untersuchungsobjekt, aber auch ein sich über die Zeit wandelnder Prozess. Aus einer methodischen Perspektive können sich Begegnungen sowohl absichtlich als auch unabsichtlich ereignen: die Frage der agency bleibt somit offen und ist kontextabhängig. Als methodischer Ansatz ist das Thema der Begegnungen zudem ertragreich für interdisziplinäre Herangehensweisen, die versuchen, Lücken zwischen unterschiedlichen Disziplinen zu schließen. Damit bietet sich ein mehrschichtiger und mehrdimensionaler Rahmen, da Begegnungen sowohl vor dem Hintergrund eines Untersuchungsgegenstandes als auch im Kontext ihres methodologischen Potenzials verstanden werden können.

 

Die Vielfältigkeit des Begriffs eröffnet unterschiedliche Anknüpfungspunkte, um die verschiedenen Forschungsschwerpunkte der Promovierenden aufzugreifen. So können beispielsweise folgende Aspekte in den Blick genommen werden:

  • (inter)disziplinäre Begegnungen: Insbesondere in der heutigen geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung gewinnen interdisziplinäre Fragestellungen und Herangehensweisen an Bedeutung. Dieser Aspekt regt zu einem (methodischen) Austausch zwischen Promovierenden an, die bewusst interdisziplinäre Forschungsthemen und Arbeitsweisen gewählt haben.
  • (inter)kulturelle Begegnungen: Als eine der Grundlagen der LOGOS-Doktorand:innenschule wird Interkulturalität in diesem Themenfeld besonders in den Fokus gestellt, wobei der Begriff ebenfalls vielfältige Aspekte und Disziplinen umfassen kann.
  • (inter)epochale Begegnungen: Dieser Themenbereich regt zu einer Auseinandersetzung mit Begegnungen in einer Epoche oder epochenübergreifend an. Hierbei können beispielsweise historische, soziologische, literarische Fragestellungen im Vordergrund stehen.
  • (inter)mediale Begegnungen: Unter diesem Punkt werden insbesondere solche Forschungsprojekte zusammengefasst, die sich mit der Thematisierung von Begegnungen in einem oder mehreren Medien(formen) bzw. mit Begegnungen zwischen verschiedenen Medien auseinandersetzen.
  • (inter)nationale/regionale/... Begegnungen: Im Rahmen dieses Themenfeldes stehen solche Arbeiten im Fokus, die sich auf Begegnungen in einem (inter)nationalen oder (inter)regionalen Kontext konzentrieren. Hierbei wird insbesondere – aber nicht nur – zur Thematisierung von Begegnungen in und mit Europa angeregt. Diese Begegnungen können beispielsweise politische, kulturelle, historische oder literarische Schwerpunkte aufweisen.

In all diesen Unterkategorien bleibt die vielschichtige Auslegung des Begriffs „Begegnungen“ präsent. Somit wird zu einem interdisziplinären Austausch über Fragestellungen, Themenschwerpunkte und Herangehensweisen, die sich mit unterschiedlichsten Facetten friedlicher und konfliktreicher Begegnungen auseinandersetzen, angeregt. Die Beitragsvorschläge sind daher nicht auf die oben genannten Themenbereiche beschränkt, sondern können über diese hinausgehen und neue Ansätze einbringen.

 

Organisation

LOGOS ist bilingual, es ist aber nicht notwendig beide Sprachen zu beherrschen: Beiträge können sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache eingereicht werden; Präsentationen und Diskussionen finden in beiden Sprachen statt.

 

Beitragsvorschläge können bis spätestens Freitag, den 15. März 2023, eingereicht werden. Die Exposés sollten max. 3.000 Zeichen plus 10 bibliographische Angaben zum Thema nicht überschreiten und zusammen mit dem ausgefüllten Anmeldeformular und einem kurzen tabellarischen Lebenslauf (max. 2.000 Zeichen) in einer PDF- Datei an parasher(at)uni-trier.de geschickt werden. Die Bewerber:innen werden spätestens bis zum 22. April 2023 über die Auswahl informiert.

 

Die Dauer eines Vortrags beträgt 20 Minuten. Mit Blick auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit sollten sich die Beiträge auf methodische und konzeptionelle Fragen konzentrieren. Auf jeden Vortrag folgt eine mind. 20-minütige inhaltliche Diskussion mit dem Publikum. Erfolgreiche Bewerber:innen sollen eine PowerPoint-Präsentation, eine Zusammenfassung oder eine detaillierte Gliederung in der jeweils anderen Arbeitssprache vorbereiten. Diese werden den anderen Teilnehmer:innen vorab zur Verfügung gestellt. Daher müssen diese Materialien spätestens bis zum 23. Juni 2023 als PDF-Datei per E-Mail an Gauri Parasher gesandt werden. 

 

Zusätzlich zu den Vorträgen im Plenum bietet LOGOS 2023 wieder die Möglichkeit, sich individuell oder in einer kleinen Gruppe mit einem:einer Wissenschaftler:in aus dem Kooperationsverbund zu einem Fachgespräch zu treffen („masterclass“). Eine Liste der teilnehmenden Wissenschaftler:innen wird mit der Benachrichtigung der Auswahl bekannt gegeben.

 

Wir bitten Interessierte bereits jetzt, genügend Zeit einzuplanen: Die Ankunft der Teilnehmer:innen ist für den 6.7. um 14 Uhr vorgesehen, die Tagung endet am 8.7. im frühen Nachmittag. Am 6.7. nachmittags finden die Masterclasses und die beiden Einführungsvorträge statt. Am 7.7. (ganztags) und 8.7. (morgens) finden parallel die verschiedenen Seminare statt. Die Tagung wird mit einer gemeinsamen Abschlussdiskussion am 8.7. beschlossen.

 

Viele der beteiligten Universitäten erkennen die Teilnahme an einer LOGOS-Konfe- renz als Teil der strukturierten Doktorand:innenausbildung an. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Heimatuniversität. In jedem Fall erhalten alle Doktorand:innen am Ende der Konferenz ein Zertifikat, das ihre Teilnahme bestätigt. Die Vorträge können nach Bearbeitung und mit Zustimmung des Betreuers auf der Homepage von LOGOS veröffentlicht werden.

 

Viele der beteiligten Universitäten erkennen die Teilnahme an einer LOGOS-Konferenz als Teil der strukturierten Doktorand:innenausbildung an. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Heimatuniversität. In jedem Fall erhalten alle Doktorand:innen am Ende der Konferenz ein Zertifikat, das ihre Teilnahme bestätigt. Die Vorträge können nach Bearbeitung und mit Zustimmung des Betreuers auf der Homepage von LOGOS veröffentlicht werden.