Wissenschaftliche Konferenzen und Tagungen

Call for papers: Der Traum vom Berg. Berge in ästhetischen Traumdarstellungen zwischen Symbolik und Erfahrungsraum.

24.-25.06.2021 | Saarland University | Saarbrücken (Germany)

Internationale und interdisziplinäre Tagung organisiert von Sophia Mehrbrey in Kooperation mit dem DFG-Graduiertenkolleg »Europäische Traumkulturen«

 

Link to English and French version

 

In der literarischen wie kinematographischen Darstellung werden Berge, und insbesondere Hochgebirge, sowohl zu nationalen Symbolen als auch zu regionalen Identitäts-Orten. Doch auch auf individueller Ebene kann die Lebens- und Erfahrungswelt der Berge eine identitätsstiftende Rolle einnehmen. Dabei fällt auf, dass der Einfluss der Berge auf die Erfahrungsweisen des Selbst vor allem im Unterbewussten offenbar wird. Gerade im Traum nimmt der Berg, symbolisch oder als konkrete Erfahrungswelt, eine imposante Rolle ein. Die anstehende Tagung macht es sich daher zur Aufgabe, die verschiedenen Facetten und Funktionen des Erträumens der Berge in Literatur und Film zu untersuchen.

 

Einerseits gilt es, mit Blick auf klassische Traumdeutungsansätze der Psychoanalyse, zu untersuchen, welche Rolle dem Berg als symbolisch aufgeladenes Traumbild in verschiedenen kulturellen Kontexten zukommt. Vor allem in Hinblick auf das menschliche Unterbewusstsein ist der Berg nicht nur als zu erklimmender Gipfel, das Gebirge nicht nur als imposante Grenzmarkierung am Horizont, sondern auch deren Inneres in Form von natürlichen Höhlen und Grotten, ebenso wie künstlich gegrabenen Stollen, Bergwerken und Tunneln, interessant.

 

Generell scheint die Frage nach dem Bezug des Individuums zum Gebirge von elementarer Bedeutung. Spielt der Berg für ›native Bergbewohner‹, deren Welt seit Generationen durch die kantigen Felslinien beschränkt wird, eine grundlegend andere Rolle als für jene, die das Gebirge in der Sehnsucht nach Selbsterfahrung und einem Gefühl der Freiheit im Rahmen von Bergtouren, touristischen oder spirituellen Reisen aufsuchen?

 

Aus historischer Perspektive lohnt es sich schließlich, die Verknüpfung von Berg und Trauma zu diskutieren. Narrative über die Alpen zeigen, wie sich im Krieg der Kampfalltag und die Rauheit der topologischen Begebenheiten verschränken und so die traumatische Erfahrung potenzieren. Gleichzeitig kann der Traum zum einzigen Begegnungsort von Vertriebenen mit ihren Ahnen oder der verlorenen Heimat werden. Schlussendlich kann man auch auf von Halluzinationen geprägte Höhenrauscherfahrungen als onirisches Grenzphänomen verweisen, welches in besonderer Weise von den topologischen Eigenheiten abhängig ist.

 

Die Ausschreibung richtet sich an WissenschaftlerInnen aus den Bereichen Kunst-, Kultur-, Theater-, Film-, Medien-, und Literaturwissenschaften.

 

Schicken Sie Ihren Vorschlag bitte bis zum 25.11.2020 als Exposé mit einem Umfang von maximal 3.000 Zeichen in deutscher, englischer oder französischer Sprache zusammen mit einem kurzen Lebenslauf als Word-Datei an: sophia.mehrbrey(at)uni-saarland.de

Call for papers: Dreams and the Animal Kingdom in Culture and Aesthetic Media

23-25 September 2021 | Saarland University | Saarbrücken (Germany) 

International and Interdisciplinary Conference held by the Research Centre ‘European Dream-Cultures’, funded by the German Research Foundation (DFG)

 

Animal dreams — dreams of animals, by animals, and inspired by animals — have concerned poets, mythographers, fabulists, dramatists, painters, musicians, choreographers, filmmakers, and writers of short fictions. Animal dreams have, in fact, become embodiments of the traversal of genres by thinkers, scientists, and writers whose fictions have been inspired by the possibilities of myth, fable, allegory, hybridity, monstrosity, and symbolic hallucination. Animal dreams span all the arts, and they also extend into the worlds of philosophy and even the borders of scientific metaphor. Dreams and dream-images of animals transcend cultures and are frequently taken as avatars, portentous spirits, or disguised divinities. Despite the prevalence of animal dreams across a panoply of genres, media, and cultures, the topic has so far been neglected even by those who have pioneered the emerging fields of animal studies and dream studies.

 

In accordance with the concept of Saarland University’s research centre ‘European Dream-Cultures’, which investigates the literary, aesthetic, media and cultural histories of the dream, this international conference will pursue the subject of ‘Dreams and the Animal Kingdom’ across different genres, cultural epochs, and aesthetic media. We invite proposals for papers (20 minutes plus time for questions and discussion), pre-constituted panels (three papers of 20 minutes each plus time for discussion), or workshops/roundtables (concentrating on more practical aspects such as research methods, creative practice, teaching) from researchers in the disciplines of art, theatre, film, media, music and literary studies, as well as history, philosophy and other related fields. Contributions should investigate cultural or aesthetic representations of dreams of/by mammals, aquatic fauna, insects, birds, serpents, hybrid mythological creatures, as well as fabulous, fantastical, or cryptozoological animals or other denizens of the animal kingdom, broadly conceived. In accordance with our desire to create a growing and collegiate network of dream-researchers, our aim will be to avoid parallel sessions at the conference, so that participants can hear all papers and take part in all discussions of their choosing.

 

Possible topics include (but are not limited to):

  • An author’s particular dreams about one or more animals
  • A single image involving a species interpreted variously in different cultural settings
  • Thematic approaches to dreams about various fauna
  • Representations of dreaming animals
  • The presence of animals in dream interpretation manuals
  • Media and multimedia sensitivity in artistic visions of animal dreams or dreaming animals
  • Dreams involving fabulous or mythic creatures
  • Historical or Art Historical consequences related to dreams about animals 

 

Please submit your proposal as a Word file to traumkulturen@uni-saarland.de no later than 15 January 2021. Please describe your project – in English, German, or French – in an abstract not exceeding 200 words and include a short, topic-appropriate CV. For proposals for panels, workshops, or roundtables, please include such a CV for each panellist/participant. 

 

Since this international conference is aimed at researchers from different countries and cultures, the official conference language will be English, but papers may be presented in English, German, or French.

 

We anticipate the inclusion of cultural events in our programme, and plan to organise a sightseeing trip to nearby places of interest. Please note the Dream-Cultures website (http://www.traumkulturen.de/veranstaltungen/konferenzen-co.html) for up-to-date details such as keynote presentations.

 

Following the conference, we will publish selected contributions in an edited volume.

VERGANGEN

»Träumen mit allen Sinnen. Sinnliche Wahrnehmung in ästhetischen Traumdarstellungen«

Internationale Nachwuchstagung des Graduiertenkollegs »Europäische Traumkulturen«

 

10.-12. Februar 2020, Villa Europa, Saarbrücken

 

Weitere Infos: hier (English version, version française)

Programm: hier

»A gateway to secret existences«. Dream, Body and Sound in Kaija Saariaho’s music

Internationale Tagung unterstützt vom Graduiertenkolleg »Europäische Traumkulturen«

 

24.–25. Mai 2019, Universität des Saarlandes, Saarbrücken 

Tagungsankündigung

 

Internationale Tagung

 

»A gateway to secret existences«. Dream, Body and Sound in Kaija Saariaho’s music

 

24. bis 25. Mai 2019 an der Universität des Saarlandes

 

- English version below -

 

Keynote:

Prof. Dr. Joy Calico (Vanderbilt University): Clémence’s Waking Dream in Act II of ›L’amour de loin‹

 

Roundtable mit Dr. Camilla Hoitenga

 

Liedkonzert mit Caroline Melzer (Sopran) und Mihaela Tomi (Klavier)

 

 

Am 24. und 25. Mai 2019 findet im Graduate Centre der Universität des Saarlandes eine internationale Tagung über Präsenz und Funktion des Traums in den Werken der zeitgenössischen finnischen Komponistin Kaija Saariaho statt.

 

Mit ihrer direkten, emotionalen Qualität erreicht Saariahos Musik, die sich in der Tradition der musikalischen Avantgarde und insbesondere des Spektralismus verortet, eine breite Zuhörerschaft. Ihre Werke haben über die letzten zwei Jahrzehnte einen festen Platz in den Programmen der wichtigsten Konzertsäle und Opernhäuser der Welt erlangt. Dabei spielt die Thematik des Traums eine wichtige Rolle: In der spezifischen Logik der Träume findet Saariaho, die selbst ein Traumtagebuch führt, eine wichtige Inspirationsquelle und ein Mittel, um neue kompositorische Verfahren zu erproben.

 

Die internationale Tagung, die vom DFG-Graduiertenkolleg »Europäische Traumkulturen« (GRK 2021) unterstützt wird, widmet sich der Erkundung der mannigfachen kulturellen wie musikalischen Implikationen des Traumphänomens in Saariahos instrumentalen, vokalen und musiktheatralischen Werken. Eine Keynote von Prof. Dr. Joy Calico (Vanderbilt University) und ein abschließender Roundtable mit der Flötistin und langjährigen Interpretin von Saariahos Werken Dr. Camilla Hoitenga sollen das Konferenzthema vertiefen und weitere Gelegenheit für den Austausch unter den Konferenzteilnehmern und dem interessierten Publikum bieten.

 

Am 24. Mai 2019 findet außerdem ein Kammerkonzert mit traumbezogenen Liedern von Saariaho im Anschluss an den ersten Konferenztag um 18.45 Uhr in der Aula an der Universität des Saarlandes statt.

 

Die Tagungssprache ist Englisch. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich willkommen.

Um Anmeldung wird bis zum 1. Mai 2019 gebeten (mauro.bertola(at)uni-saarland.de).

 

 

Conference Announcement

 

International Conference

 

»A gateway to secret existences«. Dream, Body and Sound in Kaija Saariaho’s music

 

24–25 May 2019 at Saarland University

 

Keynote Speaker Prof. Dr. Joy Calico (Vanderbilt University)

Clémence’s Waking Dream in Act II of »L’amour de loin«

 

Round-table discussion with Dr. Camilla Hoitenga

 

Chamber Concert with Caroline Melzer (Soprano) and Mihaela Tomi (Piano)

 

»I’m someone who remembers many of my dreams. […] But I don’t write dreamy, floaty music. It’s more to do with dreams as a gateway to secret existences, like death and love, the basic things that we know nothing about« (K. Saariaho).

 

In the course of the past two decades, Kaija Saariaho has become one of the most prominent personalities on the contemporary music scene: Committed to the tradition of the musical avant-garde, especially of Spectralism, Saariaho’s music nevertheless appeals to a very broad audience, extending far beyond the circle of contemporary music specialists and devotees. Quite remarkably, Saariaho shares a longstanding and multifaceted interest in the topic of dream: Well acquainted with Freud’s psychoanalysis and David Foulke’s cognitive psychology, as well as keeping a dream diary herself, Saariaho finds in dreams and their unique logic a valuable source of inspiration and a device for exploring new compositional procedures.

 

This international conference, hosted by the DFG-funded Research Training Group »European Dream Cultures«, addresses the presence of dream and its interconnections with the dimension of the body and of sound in Saariaho’s instrumental, vocal and theatrical works. By approaching the subject from disparate perspectives – ranging from Freudian or Lacanian psychoanalysis to gender studies and the cultural history of dream – the conference aims at investigating the anthropological, cultural, theological and philosophical related implications at the core of Saariaho’s music and its longstanding involvement with dreams.

 

The conference will be complemented by a chamber concert with Saariaho’s dream-related songs and by a round table discussion with Camilla Hoitenga, Saariaho’s longstanding flute interpreter.

 

The conference will take place at Saarland University from May 24–25, 2019. The conference language is English.

 

The symposium is free to attend but registration is required no later than May 1st, 2019 (mauro.bertola@uni-saarland.de).

 

CONFERENCE PROGRAMME

Friday, May 24, 2019

 

12.30 | Registration and Coffee

 

13.00 | Introductory Remarks

Christiane Solte-Gresser, Chair of the DFG-funded Research Training Group »European Dream- Cultures«; Mauro Fosco Bertola

 

13.30 Gregor Herzfeld (Universität Wien): Utopia – Prophecy – Therapy: Dreams in the musical theatre after 1945 in highlights

 

14.30 Tomi Mäkelä (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg): Dream zones of Finnish music – desiderata or marginal?

 

15.30–16.00 Coffee break

 

16.00 Minna Mustonen (independent scholar): A story of guilt and trauma: Kaija Saariaho’s »Ballade«

 

17.00 Stephanie Schroedter (Universität Heidelberg): »On the threshold of composing movement and choreographing sound« – Kaija Saariaho’s »Ballet in 7 sections« MAA choreographed by Carolyn Carlson (1991)

 

18.00–18.45 Coffee break and walking together from Graduate Centre to concert venue

 

18.45 Recital:

Caroline Melzer – soprano

Mihaela Tomi – piano

 

Conference Dinner

 

 

Saturday, May 25, 2019

 

09.30 Liisamaija Hautsalo (University of the Arts, Helsinki): Dreams in Kaija Saariaho’s »Adriana Mater«

 

10.30 Yayoi Uno Everett (University of Illinois at Chicago): The liminality of Yūgen in Kaija Saariaho’s »Only the Sound Remains (2015)«

 

11.30–12.00 Coffee break

  

12.00 Mauro Fosco Bertola (Universität des Saarlandes): Post-Kantian dreams? Kaija Saariaho’s operatic dreamscapes 

 

13.00–14.30 Snacks and Refreshments

 

14.30 Keynote Joy H. Calico (Vanderbilt University): Clémence’s waking dream in act II of L’amour de loin

 

16.00 Music, body and dreams in Kaija Saariaho’s works: Round-table with Camilla Hoitenga and the performance of K. Saariaho’s “Laconisme de L’aile” (1982) and "Dolce Tormento” (2004)

»Träume von Geburt und Tod« | »Dreams of Birth and Death«

Internationale Tagung des Graduiertenkollegs »Europäische Traumkulturen«

 

21.–23. März 2018, Universität des Saarlandes, Saarbrücken 

Rückblick

Vom 21. bis 23. März 2018 fand die Internationale Tagung des Graduiertenkollegs »Europäische Traumkulturen« mit dem Titel »Träume von Geburt und Tod. Traumdarstellungen körperlicher Grenzerfahrungen in Literatur, bildender Kunst, Musik und Film« an der Universität des Saarlandes statt. Mit 22 Vorträgen und einer Keynote über Richard Wagners vielschichtiges Verhältnis zum Thema Traum von Prof. Dr. John Deathridge, Emeritus des King’s College London und weltweit führendem Wagner-Spezialist, hat die Tagung rund 50 WissenschaftlerInnen aus Deutschland, England, Frankreich, der Schweiz und den USA zusammengebracht, um über das überzeitliche Phänomen des geträumten Geborenwerdens und Sterbens, seine Wissensdiskurse und künstlerische Realisierungen nachzudenken.

Das breite thematische und mediale Spektrum der einzelnen Vorträge machte die ununterbrochene Relevanz von Geburts- und Sterbeträumen seit dem Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart hinein ersichtlich: Bei Geburt und Tod handelt es sich um die beiden existenziellen (Grenz-)Erfahrungen an den Rändern des menschlichen Lebens, deren gesellschaftliche, religiöse oder genderspezifische Implikationen künstlerisch wie philosophisch auf vielfältige Weise ausgelotet wurden.

Am Ende des ersten Konferenztages fand in der Aula auch ein Liederabend statt, welcher das Konferenzthema musikalisch ausgestaltete: Reuben Willcox (Bariton) und Corinna Korff-Willcox (Klavier) haben mit großem Erfolg Lieder über das Träumen von unterschiedlichen Komponisten aus verschiedenen europäischen Ländern zu Gehör gebracht.

Die wissenschaftlichen Ergebnisse der Tagung werden in Buchform publiziert.

Interview mit Dr. Mauro Bertola im SWR 2 zur Internationalen Tagung »Träume von Geburt und Tod«

Tagungsankündigung

 

Internationale Tagung des DFG-Graduiertenkollegs »Europäische Traumkulturen« (GRK 2021)

 

Träume von Geburt und Tod. Traumdarstellungen körperlicher Grenzerfahrungen in Literatur, bildender Kunst, Musik und Film

 

21. bis 23. März 2018 an der Universität des Saarlandes

 

- English version below -

 

Mit 22 Vorträgen und einer Keynote von Prof. Dr. John Deathridge (King’s College London): Wagnertraum(a): 421 recorded dreams of a composer from Germany

 

Sterben und Geborenwerden liegen an bzw. jenseits der Grenzen des Lebens. Damit kommen sie stets entweder zu früh oder zu spät, um als authentische eigene Erfahrung mitgeteilt werden zu können. Hingegen können Träume als Fiktionen, Imaginationen oder Inszenierungen ästhetische Erfahrungsräume für diese extremen körperlichen Übergänge eröffnen.

 

Das Rätselhafte des Traums, seine Missachtung der physikalischen Gesetze von Zeit und Raum sowie kultureller Modelle der Identität, Kohärenz und Logik werden in Träumen vom Lebensanfang und ende potenziert. Dabei fordert die Darstellung solcher Traumerlebnisse die künstlerische Gestaltung in besonderem Maße heraus: Traumerinnerungen und Traumerzählungen sollen Wege und Ausdrucksmöglichkeiten finden, um das Abwesende, Unvorstellbare zu vergegenwärtigen und zu vermitteln. Von der klassischen Antike bis in die Gegenwart hinein finden sich daher unzählige Träume in Literatur, Kunst, Musik, Theater und Film, bei denen die Erfahrung von den Grenzen des Lebens im Mittelpunkt steht.

 

Das Ziel einer Literatur- sowie Kultur- und Mediengeschichte des Traums im Blick, widmet das Saarbrücker Graduiertenkolleg »Europäische Traumkulturen« eine internationale Tagung dem überzeitlichen Phänomen des geträumten Geborenwerdens und Sterbens, seinen Wissensdiskursen und künstlerischen Realisierungen.

 

Die Tagung findet vom 21. bis 23. März 2018 an der Universität des Saarlandes statt. Tagungssprachen sind Deutsch, Englisch und Französisch. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich willkommen. Um Anmeldung wird bis zum 1. März 2018 gebeten (traumkulturen(at)uni-saarland.de).

 

Conference Announcement

 

International Conference hosted by the DFG-funded Research Training Group »European Dream- Cultures« (GRK 2021)

 

Dreams of Birth and Death. Liminal Bodily Experiences in Dreams: Literature, the Fine Arts, Music and Film  

 

21 - 23 March 2018 at Saarland University

 

Keynote Speaker: Prof. Dr. John Deathridge (King’s College London): Wagnertraum(a): 421 recorded dreams of a composer from Germany

 

Birth and death are situated at or beyond the borders of life; as such, they occur too early or too late to be perceived and recorded as authentic experiences. However, dreams – fictionalized, imagined, and performed – can open up experiential spaces for these extreme physical transitions.

 

The mysterious elements of dreams – their disregard for the physical laws of time and space, and for cultural models of identity, coherence and logic, are magnified in dreams of the beginning and end of life. Simultaneously, the artistic depiction of such experience is particularly challenging: memories and stories of dreams have to find ways and means to transform that which is »elsewhere« and unimaginable into something palpable and conveyable. From the antiquity to the present day we can find representations of dreams – whether in literary texts, paintings, music or in film – that focus on the limitations and boundaries of human life.

 

Bearing in mind the goal of pursuing a literary, cultural and media history of dreams and dreaming, the international conference »Dreams of Birth and Death«, hosted by the DFG-funded Research Training Group »European Dream Cultures«, is dedicated to the phenomena of dreamed birth and death, related discourses and artistic realisations.

 

The conference will take place at Saarland University from March, 21-23, 2018. Conference languages are German, English and French. The symposium is free to attend but registration is required no later than March 1, 2018 (traumkulturen(at)uni-saarland.de).

 

CONFERENCE PROGRAMME

Wednesday, March 21, 2018

 

09.15 Uhr | Registration and Coffee

 

10.00 Uhr | Introductory Remarks

Chair: Christiane Solte-Gresser and Mauro Fosco Bertola

 

I. Dreams in Middle Age and Protestantism

Chair: Abdoulaye Samaké

 

10.30 Nine Miedema (Universität des Saarlandes): Träume über die Geburt in mittelhochdeutschen Texte

 

11.15 Mireille Demaules (Université d'Artois): Du rêve de naissance au rêve de reniassance: l'exemple de Christine de Pizan

 

12.00 Yanan Qizhi (Pennsylvania State University): Lutherans' Dreams about Death in the Sixteenth and Seventeenth Centuries

 

12.45 - 14.00 Lunch

 

II. Dreams and Agency

Chair: Romana Weiershausen

 

14.00 Hanna Matthies (Universität des Saarlandes): Handlungs(un)möglichkeiten in Todesträumen: Motivische Überlegungen zur Hand

 

14.45 Johanne Mohs (Hochschule der Künste Berlin): Dem Tod einen T/Raum geben. Überlegungen zu einer Poetik des Eingeschlossenseins bei Georges Perec

 

15.30 Christiane Solte-Gresser (Universität des Saarlandes): Das Sterben der Anderen: Zur Traum-Sprache des ›Muselmanns‹ bei Vercors und Delbo

 

16.15 - 16.45 Coffee break

 

II. Dreams and Agency

Chair: Henrieke Stahl

 

16.45 Katina Baharova (Universität Trier): »Ja splju, a smert’ moja vo mne…« (»Ich schlafe und mein Tod in mir…«). Tod und (Wieder-)Geburt in den oneirischen Gedichten von Elena Švarc

 

17.30 Dorothea Redepenning (Universität Heidelberg): Raskolnikows Traum


Walking together from Graduate Centre to Aula

 

18.45 Recital: Traumlieder | Liederträume

Reuben Willcox – baritone

Corinna Korff-Willcox – piano

 

New PhD-Students meet old graduates

 

Postersession and Get Together: Wine, Cheese and Chat

 

 

Thursday, March 22, 2018

 

IV. Painting and Cinema

Chair: Sigrid Ruby

 

09.30 Katharina Thurmair (Universität München): ›Dans le Rêve‹ und ›Les Origines‹ – Genese von Bewusstsein und Materie in den Noirs von Odilon Redon

 

10.15 Emmanuel Plasseraud (Université Bordeaux Montaigne): ›La Ville des pirates‹ (1984) de Raoul Ruiz. Un rêve de naissance et de mort

 

11.00 - 11.30 Coffee break

 

 

V. Traumatic Dreams of Birth

Chair: Marlen Schneider

 

11.30 Sigrid Ruby (Universität Gießen): Der Traum gebiert Ungeheuerliches: Gemälde von Dana Schutz

 

12.15 Mauro Fosco Bertola (Universität des Saarlandes): »Non senti?« Traum und/als Musik an der Schwelle von Geburt und Tod in Salvatore Sciarrinos „unsichtbarer Handlung“ ›Lohengrin‹ (1983)

 

 

13.00 - 14.30 Lunch


VI. Dreaming the Beyond

Chair: Manfred Engel

 

14.30 Axel Schröter (Universität Bremen): »Dass ich tausend Leben überstanden habe«. − Jakobs Traum und seine visionäre Fortspinnung in Arnold Schönbergs Oratorium ›Die Jakobsleiter‹

 

15.15 Oliver Schmidt (Institut für Humanities, Technische Universität Hamburg): Jenseits(t)räume im Kino der 1990er Jahre

 

16.00 Roland Spiller (Universität Frankfurt): Borges liest Dante: Körper, Tod und Empathie

 

16.45 - 17.30 Coffee break

 

17.30 | Keynote

John Deathridge (King’s College London): Wagnertraum(a): 421 recorded dreams of a composer from Germany

 

 

Friday, March 23, 2018

 

VII. French Dreams from the 17th to the  19th Century

Chair: Patricia Oster-Stierle

 

9.30 Katja Priebe (Universität Kassel): Von Geburt und Tod im ›Songe de Francion‹

 

10.15 Angela Calderón Villarino (Universität Heidelberg / Universität des Saarlandes): »Je me dis, c’est sa mort ou la mienne«. Tod und Todesfantasien in Gérard de Nervals ›Aurélia‹

 

11.00 - 11.30 Coffee break

 

VIII. Cinema and Photography

Chair: Mauro Fosco Bertola

 

11.30 Elena Tyushova (Université Paris 8): Le temps non chronologique du rêve et les rencontres entre les arts dans l’œuvre cinématographique d’Ingmar Bergman

12.15 Carlos Kong (Princeton University): Dreaming Delay: Photography and Survival in Jacques Derrida’s ›Demeure, Athènes‹

 

13.00 - 14.00 Lunch

 

IX. (Other)Worldly Dreams in Literature

Chair: Janett Reinstädler

 

14.00 Sylvester Bubel (Universität des Saarlandes): »La régression vers les règnes les plus élémentaires de la nature«: Zur Funktion der Geburts- und Todes-Träume in Prousts ›À la recherche du temps perdu‹

 

14.45 Peter Brandes (Universität Bochum): Liegekur und Totenbett: Geträumte Tode in Thomas Manns ›Der Zauberberg‹

 

15.15 Manfred Engel (Universität des Saarlandes): Träume vom Leben nach dem Tode bei Jean Paul

Das Tagungsprogramm finden Sie auch hier.

»Traum und Inspiration« | »Dream and Inspiration«

Internationale Nachwuchstagung des Graduiertenkollegs »Europäische Traumkulturen«

 

5.–7. Oktober 2016, Universität des Saarlandes, Saarbrücken 

Rückblick

Vom 5. bis 7. Oktober fand die interdisziplinäre Nachwuchstagung »Traum und Inspiration. Aktuelle Ansätze zu einem Topos in Kunst und Literatur« des Graduiertenkollegs »Europäische Traumkulturen« an der Universität des Saarlandes statt. Insgesamt siebzehn Promovierende und Postdoktoranden aus Deutschland und dem europäischen Ausland stellten Beispiele aus der Kunst-, Literatur-, Medien- und Musikwissenschaft zur Diskussion. Das kreative Potential von Traumerfahrungen für die künstlerische Produktion vom ausgehenden Mittelalter bis zur Gegenwart wurde dabei ebenso in den Blick genommen, wie theoretische Positionen, die den Topos mitunter abwertend für regelfremde, phantastische Werke aufgriffen, zu anderen Zeiten aber auch für die Mythenbildung des Künstlergenies nutzbar machten. Für den Abendvortrag konnte Prof. Dr. Andrea Allerkamp (Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder) gewonnen werden, die mit ihrem Beitrag »Ähnlichkeiten entdecken. Für eine Minimalästhetik des Traums« ausgehend von Paul Valéry die Debatten um einen ästhetik-philosophischen Ansatz bereicherte. Mit über fünfzig Teilnehmer_innen war die Veranstaltung erfreulich gut besucht und bot Gelegenheit zum internationalen und fächerübergreifenden Austausch.

Ankündigung

Träume gelten schon seit der Antike, vor allem aber ab dem 18. Jahrhundert als Erfahrungsräume, die insbesondere dem künstlerischen Subjekt als Quelle von Inspiration und Kreativität dienen können. Der Topos vom Träumer als Künstler beziehungsweise vom Künstler als Träumer schlug sich nicht nur im philosophischen und kunsttheoretischen Diskurs der Romantik und daran anknüpfender Künstler- und Schriftstellergenerationen nieder, sondern findet sich auch in zahlreichen Werken der Literatur, Malerei und Grafik wieder. »Der Traum ist unwillkürliche Dichtkunst« heißt es so zugespitzt bei Jean-Paul, und Künstler wie Füssli, Ingres oder die Nazarener verliehen ihrer Faszination für den künstlerischen Schaffensprozess mit Hilfe der Traummetapher in Bildwerken Ausdruck. Dabei erscheint der Traum als produktiver Bewusstseinszustand, in dem der Kunstschaffende besonders empfänglich ist für die Regungen der eigenen Imaginationskraft oder auch für von außen herangetragene Eingebungen transzendenten Ursprungs.

 

Mithilfe kontextualisierender Fallstudien aus der Kunst-, Literatur-, Musik- und Filmgeschichte will die Tagung ein differenzierteres Bild der Funktionen und Deutungen dieses Topos entwerfen. Neben Phänomenen des 18. und 19. Jahrhunderts werden auch frühere Positionen als Wegbereiter der späteren Diskurse vorgestellt. Beispiele des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart ermöglichen es weiterhin, Rezeptionslinien und Brüche mit traditionellen Konzepten – insbesondere auch in den neueren Medien – aufzuzeigen.

TAGUNGSPROGRAMM

Mittwoch, 5. Oktober 2016

 

09.30 Uhr | Begrüßung und Einführung

Moderation: Christiane Solte-Gresser und Marlen Schneider

 

I. Ausgangspunkte/Wegbereiter

Moderation: Hannah Chegwin

 

10.00 Uhr Jennifer Owen (University of Edinburgh): »Representing the Dream in Manuscripts of the Roman de la Rose«

 

10.45 Uhr David Zagoury (University of Cambridge): »Vasari’s Dream:  Imagination and Impossibility in Cinquecento Art Theory«

 

11.30 Uhr Anna Magnago Lampugnani (Bibliotheca Hertziana, Rom): »›picturae somnium‹ – Giovan Paolo Lomazzos literarische und bild-künstlerische Grotteschi als Spuren seiner Inspiration«

 

Mittagspause

 

II. Skandalon und Faszinosum

Moderation: Semjon Dreiling

 

13.30 Uhr Florence Fesneau (Université Paris I Panthéon Sorbonne): »The Artist’s Inspired Dream at the Time of the French Enlightenment: an Amorous Creation«

 

14.15 Uhr Marlen Schneider (Universität des Saarlandes): »Disturbing Inventions: Dream, Inspiration and Imagination from Watteau to Fragonard«

 

Kaffeepause

 

15.30 Uhr Christian Quintes (Universität des Saarlandes): »Die Traumpoetik Friedrich von Hardenbergs (Novalis)«

 


 

18.00 Uhr | Abendvortrag

Moderation: Christiane Solte-Gresser

Andrea Allerkamp (Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder): »Ähnlichkeiten entdecken. Für eine Minimalästhetik des Traums«

 

 

Donnerstag, 6. Oktober 2016

 

III. Experimentierfeld Traum 

Moderation: Stefanie Kreuzer

 

09.30 Uhr Lisa Dieckmann (Universität Köln): »Kombinatorik und Arabeske: Referenzialität und Transformation als traumanaloge und selbstreflexive Bildstrategie«

 

10.15 Uhr Magdalena Zorn (Ludwig-Maximilians-Universität München): »Geträumte Klangszenarien. Zum Traum als kompositionstechnische Inspirationsquelle im 20. Jahrhundert«

 

Kaffeepause

 

11.30 Uhr Anna Rick (Universität Siegen): »Traumaufzeichnungen in und um Wolfgang Herrndorfs Arbeit und Struktur«

 

Mittagspause


IV. Kreative Traumerfahrungen 

Moderation: Murat Ates

 

14.00 Uhr Katina Baharova (Universität des Saarlandes): »Der Traum als Quelle göttlicher Inspiration in der russischen Undergroundlyrik. Ol’ga Sedakova, Elena Švarc und Gennadij Ajgi im Vergleich«

 

14.45 Uhr Linda Weiß (Humboldt-Universität Berlin): »Jan Kameníks Traumtexte als Quelle der Inspiration«

 

 Kaffeepause

 

16.00 Uhr Margot Dacheux/Giulio Boato (Université Sorbonne Nouvelle Paris 3): »The body of the dream. Analysis of the oneiric scenes in Jan Fabre’s Mount Olympus performance«

Freitag, 7. Oktober 2016

 

V. Inspiration und Rezeption 

Moderation: Marlen Schneider

 

9.00 Uhr Alexander Linke (Ruhr-Universität Bochum): »Arkadisches Sehen – oder: die Option des Betrachters zur träumenden Perzeption«

 

9.45 Uhr Tina Anderlini (independent scholar, Bordeaux III): »A beautiful romantic dream: To reach Burne-Jones' world«

 

Kaffeepause

 

11.00 Uhr Janina Klein (Universität des Saarlandes): »Romantik, Surrealismus, Informel – Traum und Inspiration im Werk von Bernard Schultze«

 

11.45 Uhr Yulia Marfutova (Westfälische Wilhelms-Universität Münster): »Alice im Wunderland trifft auf Walter Benjamin, Ernst Bloch und Dr. Freud – Intertextuelles Träumen in Christa Wolfs Stadt der Engel«

 

12.30 – 13.30 Uhr | Abschlussdiskussion

Das ausführliche Tagungsprogramm finden Sie auch hier.

Kontakt:

E-Mail: traumkulturen(at)uni-saarland.de

Telefon: 0681 - 302-2198

Fax: 0681 - 302-4223

 

Veranstaltungsort:

Universität des Saarlandes

Graduate Centre (ehemals »Jägerheim«)

Campus C9 3

66123 Saarbrücken

 

Konzept:

Marlen Schneider